Serienwohnungseinbrecher bekam mehrjährige Haftstrafe/Auch Fall aus Hartmannsdorf aufgeklärt

Rochlitz
(396) Die Aufklärung von Straftaten dauert oftmals länger als ein
Sonntagabend-Tatort. Jüngst erlebten dies einmal mehr Ermittler des Polizeireviers Rochlitz.
Ende Januar bekamen sie Post von Kollegen aus Trier. Diese teilten mit, dass am Landgericht Trier das Urteil gegen einen Serieneinbrecher gesprochen wurde: Fünf Jahre Freiheitsstrafe ohne Bewährung (noch nicht rechtskräftig). Dabei war auch der Fall eines Einbruchs in ein Einfamilienhaus im Hartmannsdorfer Lärchenweg Mitte Dezember 2014 (siehe Medieninformation Nr. 676 vom 14. Dezember 2014) verhandelt worden.
Die Rochlitzer Polizisten hatten damals eine akribische Tatortarbeit
gemacht. Unter anderen waren DNA-Spuren gesichert worden. Einer der Täter hatte sich beim Einbruch verletzt und im Haus zahlreiche Blutspuren hinterlassen. Diese wurden gesichert und es wurde eine DNA-Bestimmung veranlasst. Diese DNA wurde in der entsprechenden Datei beim BKA hinterlegt. Im Frühjahr 2015 mussten die Rochlitzer den Fall ungelöst an die Staatsanwaltschaft abgeben. Diese stellte das Verfahren ein.
Gut ein Jahr später, im August 2016, ging im Revier Rochlitz ein Anruf ein. Die Ermittler erfuhren, dass im Mai zuvor eine Streife in Trier einen Mann nach einem versuchten Einbruch in einen Zigarettenautomaten gestellt hatte. Ein Zeuge erkannte den zunächst Geflüchteten (39) nach dessen Festnahme an seiner auffälligen Jacke wieder. Während der 39-Jährige in
Untersuchungshaft saß, ermittelten die Trierer intensiv.
Im Zuge der Ermittlungen wurde ein DNA-Abgleich geführt. Dabei gab es neben einem Treffer zum Einbruch in Hartmannsdorf weitere Treffer. Der 39-Jährige hatte nicht nur in Sachsen seine DNA hinterlassen, sondern auch bei fünf Wohnungseinbrüchen in Nordrhein-Westfalen (Raum Recklinghausen, Landkreis Borken, Rheinkreis Neuss und 2x Landkreis Kleve). Dort war der Einbrecher zwischen November 2015 und März 2016 aktiv gewesen.

Aufgrund der Begehungsweise bei den Einbrüchen – Aufhebeln von Fenstern und/oder beim Einsteigen – hatte sich der Mann verletzt und sein Blut zumindest an diesen Tatorten hinterlassen.
Blut ist eben auch für Ermittler ein ganz besonderer Saft. (Ki)
Auszug Medieninformation Nr. 676 vom 14. Dezember 2014:
„Revierbereich Rochlitz
Hartmannsdorf – Einfamilienhaus aufgebrochen
(Ha) Am Samstag, zwischen 16.30 Uhr und 22.10 Uhr, drangen unbekannte Täter gewaltsam in ein Einfamilienhaus auf dem Lärchenweg ein. Die Unbekannten durchwühlten das Gebäude nach dem Einschlagen einer Fensterscheibe und entwendeten u.a. mehrere Hundert Euro Bargeld, Schmuck und Modellbahnzubehör.
Es entstand ein Sachschaden von etwa 2 000 Euro.“

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 08.02.2017

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