Schlag gegen Kfz-Bande am Leipziger Flughafen

Am 21. Februar dieses Jahres wurden zwei Männer vorläufig festgenommen, gegen die bereits seit mehreren Monaten wegen einer Vielzahl von Kfz-Diebstählen im Bereich des Flughafens Leipzig/Halle ermittelt wurde. Unter Führung der Soko Kfz beim Landeskriminalamt Sachsen waren Einsatzkräfte der Fahndungsgruppen aus den Polizeidirektionen Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie Beamte des Landeskriminalamtes an der Maßnahme beteiligt.

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich der Bereich des Flughafens Leipzig/ Halle zunehmend zu einem Hotspot bei der Entwendung von Kraftfahrzeugen. Die besonderen Bedingungen rund um einen Flughafen, wie zum Beispiel lange Abstellzeiten der Pkw, Anonymität, entsprechend verzögerte Feststellung der Entwendung, stellten für die Ermittler der sächsischen Polizei immer wieder erhebliche Probleme bei der Aufklärung dar. Unabhängig davon gab es eine gute Zusammenarbeit mit den Betreibern der Parkplätze, welche z.B. auch durch bautechnische Veränderungen zur Erhöhung der Sicherheit beigetragen haben.

Der realisierte Erfolg ist das Ergebnis konzentrierter und zuständigkeitsübergreifender Ermittlungstätigkeit sowie umfangreicher polizeilicher und taktischer Maßnahmen. Wie bereits in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, bewährte sich wiederum der integrative Ansatz, den die sächsische Polizei mit der Bildung der Soko Kfz verfolgte.

Die beiden Tatverdächtigen (polnische Staatsangehörige im Alter von 30 und 35 Jahren) wurden am 22. Februar 2017 dem Haftrichter vorgeführt. Er setzte einen bereits bestehenden Europäischen Haftbefehl gegen den einen Beschuldigten in Vollzug und erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den zweiten Beschuldigten.

Bitte beachten Sie auch immer wieder die Hinweise der sächsischen Polizei rund um das Thema eigenverantwortliche Absicherung Ihres Kfz.

Hinweise zur Sicherung Ihres Kfz:

Die Polizei Sachsen appelliert wiederholt an jeden Kfz-Halter, zusätzliche mechanische oder elektronische Kfz-Sicherungen installieren zu lassen. Die Palette der Sicherungen reicht von fest mit dem Fahrzeug verbundenen Gangschaltungssperren bis hin zu elektronischen Transpondersystemen, die den Zugang nur für Berechtigte gewähren. Ihre Fachwerkstatt wird Sie gern dazu beraten.

Individuelle Lösungen sind für die Täter schwerer auffind- und überwindbar als serienmäßige und damit bekannte Sicherungssysteme. Die Überwindung dieser Lösungen kostet Zeit; Zeit, welche die Täter nicht haben, da sich das Entdeckungsrisiko mit steigender Dauer des Diebstahlversuches wesentlich erhöht.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz

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