Vergabe Schlossaue entschieden

Das Rennen um die Schlossaue in Rochlitz ist entschieden. Den Zuschlag für das im 19. Jahrhundert erbaute Fachwerkhaus erhielt der Investor aus Markleeberg. Sein Konzept überzeugte am Ende die Rochlitzer Stadträte. Sie entschieden in ihrer letzten Ratssitzung darüber. Der Ausgang war denkbar knapp. Drei der insgesamt fünf eingereichten Bieterkonzepte standen zur Auswahl.

46.000 Euro hatte der Markleeberger Investor Kuchenbrod geboten. Er will in dem Gebäude eine Gaststätte im Erdgeschoss mit Biergarten, einen Zeltplatz im Freien, Ferienwohnungen im Obergeschoss sowie einen Schlafsaal für Jugend- und Schullager im Dachgeschoss unterbringen.

500 Euro weniger hatte die Erwerbergemeinschaft von Andreas Schaebs geboten. Der Steuerberater aus Grimma wollte gemeinsam mit einer in Rochlitzerin und deren Partner im Erdgeschoss eine Gastronomie und im Obergeschoss einen Beherber-gungsbetrieb etablieren. Für Tagestouristen und Wanderer sollte im Sommer im Außenbereich ein Freisitz eröffnet werden.

47.000 Euro hatte eine Eigentümergemeinschaft aus Rochlitz geboten. Sie wollten

eine Unterkunft mit Gastronomie in der Stadt zu schaffen. Ihr Konzept: Ferienwohnungen im Obergeschoss, Gastronomie im Erdgeschoss und im Freien. Stellplätze für Wohnmobile sind auf dem Areal ebenso angedacht wie der Bau von Blockhütten und ein Wellnessbereich mit Sauna.

Zwei Wahlgänge waren nötig bis die Entscheidung für eine einfache Mehrheit fiel.

Oberbürgermeister Frank Dehne enthielt sich der Stimme. Er wollte keines der Gebote favorisieren.

Am Ende entschied eine Stimme mehr für den Verkauf der Schlossaue an Kuchen-brod. Sein Konzept überzeugte letztlich neun Stadträte, acht sprachen sich für Andreas Schaebs aus.

Keiner der Räte votierte für das Konzept von Marco Stein und Denis Blum, obwohl die beiden Rochlitzer mit 47.000 Euro das Höchstgebot abgegeben hatten.

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