TBC noch aktuell – 24. März Welttuberkulosetag

Zahl der Erkrankungen auf gleichem Niveau
Im Freistaat Sachsen wurden im vergangenen Jahr 212 Erkrankungen an 
behandlungsbedürftiger Lungentuberkulose gemeldete. Dies entspricht rund 5,2 
Erkrankungen an Lungentuberkulose pro 100.000 Einwohner. Damit liegt Sachsen 
unter dem Bundesdurchschnitt von 7,2. 

Die Zahl der Erkrankungen im Freistaat Sachsen im Jahr 2016 ist im Vergleich zum 
Jahr davor nahezu gleich geblieben. 

Damit erreichte die Zahl der Neuerkrankungen im vergangenen Jahr etwa das Niveau 
wie vor 10 Jahren, in den Jahren 2004 bis 2006 oder auch 2009. Auch 
deutschlandweit kam es hinsichtlich der Zahl der Erkrankungen an Tuberkulose zu 
einem moderaten Anstieg.

»Wir müssen Tuberkulose noch immer sehr ernst nehmen. Diese Infektionskrankheit 
kommt auch in unseren hochentwickelten Ländern vor. Die überwiegende Anzahl der 
TBC Fälle betrifft Patienten, die in Deutschland geboren sind. Um die Ausbreitung 
von TBC wirksam einzudämmen, müssen alle Stellen entschlossen und gemeinsam 
vorgehen«, erklärt die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Tuberkulose ist eine von einem Bakterium hervorgerufene Infektionskrankheit und 
findet sich überall auf der Welt. Wenn ein TBC-Fall festgestellt wurde muss 
schnell und sorgfältig ermittelt werden, wo die Ansteckung erfolgte und ob auch 
weitere Personen infiziert worden sein könnten. Diese Kontaktpersonen müssen dann 
über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Für Erkrankte ist die regelmäßige 
Einnahme hochwirksamer Medikamente wichtig. Sind Patienten nicht bereit, sich 
dieser Therapie zu unterziehen, können Gesundheitsämter auch Zwangsmaßnahmen, wie 
etwa Quarantäne oder die zwangsweise Unterbringung in einem abgeschlossenen 
Krankenhaus, anordnen.

Diese verantwortungsvollen und aufwendigen Leistungen erbringen die sächsischen 
Gesundheitsämter in enger und guter Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten. 

Das sächsische Gesundheitsministerium unterstützt die Tätigkeit einer 
Arbeitsgruppe von Tuberkuloseärzten. Diese übernimmt die Fortbildung der
Mitarbeiter der Tuberkulose-Beratung an den Gesundheitsämtern und erarbeitet 
Empfehlungen für Maßnahmen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes bei der Verhütung 
und Bekämpfung der Tuberkulose. Damit werden die Konsequenzen aus der Erkenntnis 
gezogen, dass diese Erkrankung kontrolliert werden muss, um die Situation 
beherrschen zu können.

Besondere Probleme bereiten international die Erkrankungen an Tuberkulose, die 
durch resistente Erreger verursacht werden, gegen die mehrere der bewährtesten und 
erfolgreichsten Medikamente nicht mehr wirksam sind. In Deutschland hat sich in 
den vergangenen Jahren der Anteil multiresistenter Tuberkulosen weitgehend 
stabilisiert und beträgt rund 3 %, in Sachsen 1 %.

Am 24. März 1882 erklärte Dr. Robert Koch, er habe den Erreger der Tuberkulose 
entdeckt. Im Jahr 1905 wurde ihm für seine Entdeckung der Nobel-Preis verliehen. 
Noch heute nimmt die Tuberkulose weltweit einen Stellenwert ein, der die 
Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst, jährlich den 24. März als 
Welttuberkulosetag zu begehen. 
Quelle: SMS - Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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