Germania verliert in Wilsdruff

Freud` und Leid liegen beim SV Germania Mittweida oft dicht beieinander. Und so füllen die Zschopaustädter auch ihre Spiele in der Landesklasse Mitte aus. Wer nach dem Heimspiel gegen Hartmannsdorf beim Auswärtsspiel des Tabellenzweiten eine stabile Leistung erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Obwohl die Männer im Trikot der Germania nicht schlecht begannen. Solange sie das Kurzpassspiel pflegten sah es gut aus. Leider fehlte die Konzentration im gegnerischen Strafraum. Markus Pietsch wurde hier Opfer der Erdanziehungskraft. Keilholz hatte den Ball gespielt.

Der Gastgeber blieb von solchen Aktionen unbeeindruckt. Und spielte sein Spiel. In der 21. Minute wäre das beinahe ins Auge der Mittweidaer gegangen. Den Freistoß von Clemens Krüger nahm der Wind mit und so krachte er an die Latte. Glück für die Schneiderschützlinge. In der nächsten Szene klappte das nicht. Pietsch erkämpfte den Ball und Grötzsch schickte Pittroff. Der aber brachte Bormann zu Fall. Der Angriff abgepfiffen.

3 Minuten später in der 26. Minute. Freistoß Silvio Grötzsch aber keine größere Problemstellung für die Abwehr der Wilsdruffer.

Auch bei der nächsten Aktion war kein Brennen eines Mittweidaer Spielers zu sehen. Die mitgereisten Fans nicht nur wettertechnisch in Aprillaune. Bei der nächsten Szene in der 43. Minute dürfte das nicht besser geworden sein. Grötzsch rettete hier vor dem einschussbereiten Göldner.

Es blieb beim 0:0 und mit dem ging es in die Halbzeitpause.

Wer glaubte, das Mittweida in der zweiten Halbzeit aus sich herausgeht und zeigt wer der eigentliche Favorit ist, der hatte die Rechnung ohne die Germania Spieler gemacht.

Salim, von Wiltszch angespielt, mit dem Versuch eines Schusses. Schäfer im Tor der Gasgeber ohne Probleme.

Auf der anderen Seite hatte der Gastgeber ebenfalls wenig Mühe. Beim Tag der offenen Tür im Mittweidaer Abwehrzentrum bedankte sich Clemens Krüger dem 1:0. Wem die Kritik zu hart erscheint, die Zeitlupe zum nachvollziehen.

Jetzt aber wird die Germania antworten. Der Freistoß ohne Idee ausgeführt, blieb folgenlos.

Germania nun etwas bemühter aber immer noch ungenau. Der Eckball von Grötzsch zu weit nach Innen gezogen. Kein Problem für Torhüter Schäfer.

Auch den Freistoß von Grötzsch in der 64. Minute konnte der Wilsdruffer Schlussmann parieren.

Germania mit großen Reserven in Sachen Zuordnung und Feldaufteilung. Fehler wie dieser Rückpass von der Mittellinie auf Torhüter Katzer die Folge davon. Und ja, so viel Unvermögen muss bestraft werden.

2:0 Steven Morgenstern in der 65. Minute. Es gibt Tage da verlierst du und es gibt Tage da gewinnen die Anderen. So war es dann auch.

Da konnte auch dieser Freistoß von Andreas Hönig nichts ändern. Vielleicht wäre es auch mal wieder an der Zeit ein paar Freistoßvarianten zu trainieren.

Zum Glück für Mittweida ließen die Gastgeber das Spiel etwas ruhiger ausklingen und setzten nicht mehr mit aller Kraft nach. Warum auch. Weder der Schussversuch von Salim noch der Freistoß von Hönig hatte die Gastgeber beunruhigen können.

Auch die Zuschauer hatten genug gesehen und wollten nicht mehr. Die Vorstellung des Tabellenzweite war weder gut noch angemessen.

Mit solchen Leistungen wird Germania Mittweida das Stadion am Schwanenteich nicht wirklich mit Zuschauern füllen können auch am Sonntag gegen Heidenau nicht. Hoffentlich liegt dann der Fokus nicht schon wieder auf dem nächsten Spiel.

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