Malen mit Dosen – Kunstprojekt in Frankenau

Was sich hinter diesem grauen Beton verbirgt, war nicht von allen gewollt im Mittweidaer Ortsteil Frankenau. Obwohl das was der beherbergt im Ernstfall unentbehrlich ist, Löschwasser. 100.000 Liter davon sind in der Zisterne enthalten. Mittlerweile ist es ruhiger darum geworden. Auch weil schon etwas Gras über die Sache gewachsen ist und das Grau der Wände ein Thema für ein Kunstprojekt des Jugendparlaments „Jugendstimme“ wurde. Am 13. Mai war es dann soweit, gemeinsam mit dem Künstler Benjamin Sprunk ging es ans Werk. Gedatet wurde er letztendlich via Mail.
Xin1 alias Benjamin Sprunk
Benjamin Sprunk oder Xin1, was so viel wie Kunst des Herzens bedeutet, begann die Umsetzung des Projektes in Frankenau mit einem Workshop. Hier zeigte er den vier jungen Leuten, worauf es beim Sprayen ankommt.

Die Dose mit dem Kopf nach oben halten. Der Sprühkopf heißt Cap. Und die Dose so schnell zu führen, das keine Nasen entstehen. So starteten die jungen Leute die ersten Versuche. Ein Gefühl für das Handwerkszeug entwickeln. Für Xin1 ist der Workshop Routine und alles andere bringt die Zeit.

Xin1 – Benjamin Sprunk

Die Inspiration für einen Teil seiner Kunst zieht der gebürtige Karl- Marx Städter aus den Wurzeln des Graffiti. Aber auch die asiatische Kultur fasziniert ihn.

Xin1 – Benjamin Sprunk

Vielseitig drückt Xin1 seine Kunst aus. Auch als Maler ist er nicht auf ein Stilmittel festgelegt.

Xin1 – Benjamin Sprunk

Genau darauf kam es an in Frankenau. In sieben Stunden sollte das Projekt stehen. Der Künstler und die vier jungen Leute waren hoch motiviert. Der Sketch, die Skizze auf dem Papier an Kinderzeichnungen angelehnt, ist der rote Faden. Die Umsetzung bleibt kreativ.

Xin1 – Benjamin Sprunk
Der Künstler übertrug gibt die Proportionen vor. Die jungen Leute füllten die Flächen mit Farbe. In der Luft der Geruch von Acrylfarbe. Die ländliche Ruhe immer wieder durchdrungen von den klappernden Kugeln in den geschüttelten Sprühdosen. Sprayen für die Jugendlichen eine ganz neue Erfahrung

Isabella Kaulfuß

Die Details des Motivs Krokuswiese mit den Tieren, welche die Kitagruppen symbolisieren, arbeitete der Künstler heraus. Die Flächen füllten die jungen Leute mit Farbe. Benjamin Sprunk war in Frankenau nicht nur der künstlerische Kopf auch der Motivator.

Isabella Kaulfuß

Die Ausdauer wurde belohnt. Nach gut sechs Stunden hatte die Wand der Zisterne an der Kindervilla Krokuswiese Gestalt angenommen. Das Motiv bestehend aus jener „Krokuswiese und Tieren welche die Gruppennamen widerspiegeln“.

Und die Kinder konnten am Montag staunen, wie schön bunt der Vorplatz ihres Kindergartens geworden ist.

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