Kriminalitätsstatistik in Rochlitz und Mittweida

Im Rahmen der 34. Stadtratssitzung der Großen Kreisstadt Rochlitz stellte der Leiter des Rochlitzer Polizeireviers Jens Rödel die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2016 vor.

In der Großen Kreisstadt Rochlitz ging die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 35 Fälle zurück. 2016 wurden in der Muldestadt 371 Straftaten erfasst. Von den im vergangenen Jahr in Rochlitz verübten Straftaten konnten 60,4 % aufgeklärt werden. Das entspricht einer Quote von von über 60 Prozent.

„In den vergangenen Jahren verzeichnen wir eine kontinuierliche Absenkung der festgestellten Taten“, sagte Rödel und belegte das mit Zahlen. 2012 wurden noch 525 Straftaten registriert. In den Jahren 2013 und 2014 waren es jeweils nur 455.

Im Vorjahr zählten die Beamten 406 Taten. Jährlich wurden laut Rödel durchschnittlich 62 Prozent der im Stadtgebiet begangenen Delikte aufgeklärt. Damit liege man deutlich über dem Bundesschnitt, dennoch gäbe es Problembereiche, erklärte der Hauptkommissar

Bei den Rohheitsdelikten und Taten gegen die persönliche Freiheit fiel die Zahl von 55 im Jahr 2015 auf 52. Das ist eine Entwicklung entgegen den sachsen- und bundesweiten Trend, sagte Rödel.

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mussten die Beamten einen Anstieg von einer Straftat auf fünf registrieren. „Die Steigerung sei nicht gut. Aber es stecken dort auch Socialmedia- Delikte dahinter. Bei Beziehungsbrüchen würden schlüpfrige Fotos hin und her geschickt“, so der Rochlitzer Revierleiter.

Mit 38 Prozent machen die Diebstahl- und Eigentumsdelikte den Großteil aller in Rochlitz registrierten Straftaten aus. Insgesamt wurden 142 Diebstähle bei der Polizei vermerkt. Das sind 22 Fälle weniger als noch 2015.

Die Anzahl der bekannt gewordenen Drogendelikte ist in Rochlitz ebenfalls rückläufig. 2015 waren 29 Fälle aktenkundig, 2016 nur noch 16. „Wir haben in diesem Zusammenhang drei Heranwachsende und elf Erwachsene ermittelt“, so Rödel.

Im Rückgang sieht er auch einen Erfolg der Bemühungen zur Prävention in den Schulen. Crystal als Droge ziehe sich durch die gesamte Gesellschaft. „Erwachsene nehmen sie, um dem Leistungsdruck standhalten zu können. Auch alleinerziehende Mütter gaben an, ohne Crystal ihren Alltag nicht in den Griff zu bekommen“, sagte Hauptkommissar Jens Rödel.

Die für Mittweida abgebildete Kriminalitätsstatistik unterscheide sich vom bundesweiten Trend, sagte der Leiter des Mittweidaer Polizeireviers Bernd Bauch als er den Stadträten der Zschopaustadt die Kriminalitätsstatistik für 2016 vorstellte. Demnach blieb die Zahl der in Mittweida ermittelten Straftaten erstmals unter der 1000 er Marke, so der erste Hauptkommissar Bernd Bauch

Die Anzahl der im Jahr 2016 in Mittweida erfassten Delikte lag bei 987 und wies gegenüber dem Vorjahr mit 1.068 Fällen einen Rückgang von 81 Straftaten aus. Das sind 7,6 Prozent weniger.

Von den in Mittweida verübten Straftaten wurden insgesamt 607 aufgeklärt, das entspricht einer Aufklärungsquote von 61,5 Prozent. 2015 wurden 637 Fälle aufgeklärt, die Aufklärungsquote lag bei 59,6 %. Seit 2012 ist ein Anstieg der Aufklärungsquote zu erkennen.

Wie schon in Rochlitz wurden auch in Mittweida keine Straftaten gegen das Leben verübt.

Bei den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ging die Zahl von acht auf sieben zurück, sagte Revierleiter Bernd Bauch. Vier Mal ermittelten die Beamten wegen sexueller Nötigung, ein Mal wegen Kindesmissbrauch und 2 Mal wegen pornografischer Delikte.

Bei den Roheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit ging die Zahl um 9 Straftaten zurück. 2016 gab es in Mittweida 124 Delikte. Es ist mit 12,6 Prozent einer von der drei Schwerpunkten in der Gesamtstatistik. Ein Anstieg ist hier

bei den vorsätzlichen und einfachen Körperverletzungen zu verzeichnen. Das seien in der Regel Beziehungsdelikte, sagte der erste Polizeihauptkommissar.

Auch bei den Diebstählen insgesamt ist ein Rückgang der Straftaten um 41 auf 420 zu verzeichnen. Allerdings fällt dieser Bereich mit 42,6 Prozent in der Gesamtstatistik am höchsten aus.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Mittweidaer Kriminalitätsstatistik ist der Bereich sonstige Straftaten StGB mit fast 30 Prozent.

In Sachen Rauschgiftkriminalität wies die Statistik wie schon 2015 Diebstahlshandlungen aus. Diese wurden 2016 durch Konsumenten harter Drogen begangen. Hier wurden 33 Tatverdächtige ermittelt, darunter 1 Kind, 5 Jugendliche, 3 Heranwachsende und 24 Erwachsene. 2015 waren es 57 Tatverdächtige, darunter 5 Jugendliche, 10 Heranwachsende und 42 Erwachsene.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich der Leiter des Mittweidaer Polizeireviers den Fragen der Stadträte.

 

 

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