Bahnhof Erlau

Der zum großen Teil fertiggestellte Bahnhof in Erlau avanciert zum Vorzeigeprojekt. Zur Eröffnung lockte er Interessierte aus nah und fern in die Mittweidaer Nachbargemeinde. So konnte Bürgermeister Peter Ahnert neben Regionalpolitikern auch Vertreter aus der Landes- und Bundespolitik begrüßen. 
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und sein Sächsischer Kollege Thomas Schmidt waren nicht nur von dem 1,9 Millionen Euro teuren Bau sehr angetan.

O- Ton Christian Schmidt - Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft 

Was den Bundesminister schwer beeindruckte, war das Interesse und das Engagement der Erlauer an diesem Projekt, inklusive seiner Eröffnung.

Das gut gefüllte Festzelt bot eine feierliche Atmosphäre. Musikalisch umrahmt hat den Festakt, Ronny Prontow, der letzte Bewohner des alten Bahnhofs.

Für die Neubelebung des Bahnhofs engagierten sich viele Erlauer, zwei davon mit Namen Ahnert. Jana Ahnert, die Vorsitzende des Vereins Generationenbahnhof die kurzerhand zum Bahnhofsvorsteher ehrenhalber ernannt wurde und Wolfgang Ahnert, der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde. Für ihn war diese Eröffnung und die damit verbundene Wertschätzung ein sehr emotionaler Moment.

O- Ton Wolfgang Ahnert (von ganz alleine entstanden)

Was da so von ganz allein entstanden ist, konnten die Gäste aus Politik und Wirtschaft und natürlich die Erlauer in Augenschein nehmen.

Nach 20 Jahren Leerstand und anderthalbjähriger Bauzeit hat das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude nun eine neue Nutzung bekommen. Mit dem Umbau ist Platz für einen Bürgertreffpunkt, eine Zahnarztpraxis und eine Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen, sowie einen ambulanten Pflegedienst geschaffen worden.

Den Bahnhof nach der Fertigstellung mit Leben erfüllen, das ist das erklärte Ziel. Pläne dafür gibt es schon.

O- Ton Jahna Ahnert Vorsitzende des Vereins „Generationenbahnhof Erlau“

Das neue Dorfgemeinschaftshaus verstehen die Initiatoren als Bereicherung des kulturellen Lebens in der Gemeinde ohne mit den bestehenden Angeboten zu konkurrieren.

O- Ton Jahna Ahnert Vorsitzende des Vereins „Generationenbahnhof Erlau“

Mehr als 1,9 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Rund 700.000 Euro flossen aus dem EU-Förderprogramm Leader. 50.000 Euro für den Aufbau des Bürgerbereichs kamen aus dem Programm "Neulandgewinner" der Robert-Bosch-Stiftung. Mit 92.000 Euro aus dem Programm Ländliche Entwicklung des Bundes wird die Stelle der Bahnhofsmanagerin finanziert. 
20 bis 30 solcher Projekte unterstützt der Bundeslandwirtschaftsminister. Das in Erlau bezeichnete er als Leuchtturm.
O- Ton Christian Schmidt - Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
Der Generationenbahnhof in Erlau ist eine Reise wert. Im Vergleich zu vielen anderen Bahnhöfen in Deutschland können hier Menschen ankommen.

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