Ein Denkmal kehrt zurück

Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“ und das tut der Reformator aus Bronze schon seit längeren in Döbeln. 
Allerdings mit der einen oder anderen Unterbrechung. Jetzt ist das Denkmal des Reformators nach einer mehrwöchigen Restaurierung 
zurück gekehrt. Nach 1902 und 1961 wurde es nun schon dritten Mal aufgestellt. Die Rückkehr am 11. August nahm die Stadt zum
freudigen Anlass für einen kleinen Festakt. Einer der Gäste war auch Pfarrer Siegmund.

O- Ton Stephan Siegmund – Pfarrer Kirchgemeinde Döbeln

Öffentlich für alle Döbelnerinnen und Döbelner war auch der Festakt auf dem Lutherplatz. Die Redner erinnerten an Döbelner 
Reformationsgeschichte um den Rat Jakob Seidler und natürlich auch an die Geschichte des Luther Denkmals, welches 1942 fast für 
Kriegszwecke eingeschmolzen worden wäre. 17 Jahre war es verschollen. Eine recht bewegte Geschichte für ein Denkmal.
Jürgen Dettmer erzählt sie.

O- Ton Jürgen Dettmer - Döbelner Historiker

Die Geschichte des Denkmals hatt Jürgen Detmer recherchiert und festgehalten. Aber seine Recherchen behält er nicht für sich.

O- Ton Jürgen Dettmer Döbelner Historiker

Beim aktuellen Festakt war der Oberbürgermeister anwesend und auch der Restaurator des Denkmals. Das stark verwitterte Lutherdenkmal
wurde am 5. April 2017 von seinem Sockel gehoben und einer Schönheitskur unterzogen.

O- Ton Uwe Ostmann – Diplom-Metallrestaurator

Gut vier Monate dauerte die Restauration. Am 11. August schwebte die 630 Kilogramm schwere Figur des Reformators ein und nahm Platz auf ihrem Sockel. Den Blick natürlich gen Rom gerichtet.

11.000 Euro, zum Großteil aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ gefördert, hat die Restaurierung gekostet. Für Oberbürgermeister Hans- Joachim Egerer gut angelegtes Geld.

O- Ton Hans- Joachim Egerer Oberbürgermeister der Stadt Döbeln

Im Anschluss brachten Oberbürgermeister Hans- Joachim Egerer, Romy Vogel von der Sparkasse Döbeln und der Historiker Jürgen Dettmer drei Schilder an. Diese informieren den Döbelnbesucher beim stummen Stadtrundgang über die Nikolaikirche, die Kirchenglocke sowie den Lutherplatz und das Denkmal. Ein Besuch lohnt also. Wie sagte schon der Reformator:

Denn es ist besser, mit eigenen Augen zu sehen als mit fremden.

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