23. Mittweidaer Altstadtfest

Am dritten Augustwochenende feiert Mittweida traditionell sein Altstadtfest. Vom Freitag bis Sonntag glich der Stadtkern einem riesigen Festgelände. Tausende von Besuchern bevölkerten das Areal. Und die ersten von ihnen waren schon am Freitagabend bei der Eröffnung im Festzelt mit dabei.

Mit Pauken und Trompeten gab das Fanfaren- und Trompetenkorps Zschopautal den musikalischen Startschuss.

Ebenso traditionell eröffnete Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber die 23. Ausgabe des Altstadtfestes.

Er begrüßte die Gäste aus den Partnerstädten und betonte den Paradigmenwechsel in Sachen Kultur.

O_Ton OB. Schreiber

Bevor er in Sachen Bierfassanstich zur Tat schritt, ging Moderator Stephan Baier mit ihm eine Wette ein.

Wette: Baier – Schreiber

Wer Mittweidas Oberbürgermeister kennt, weiß das er gern etwas für seine Stadt hinzugewinnt. Ein Schlag und der Hahn im Fass war dienstbereit.

Pech für Moderator Stephan Baier. Somit dürfte es dann 2018 zwei Fässer Freibier geben.

Auf der Bühne im Bürgerkarree rockte derweil mit den 4Blinds aus Chemnitz eine Band, die in Mittweida ihre Wurzeln hat. Die fünf Jungs hatten vor allem eigene Songs und ein paar Cover auf der Setlist.

Im Festzelt kamen ab 20.00 Uhr die Freunde der 80er Musik voll auf ihre Kosten. „Blind Passenger“ in der Besetzung mit Nike Page und Haydee Sparks sowie als Special Guest & Co-Sänger „Mr. New Wave“ NIGEL WHEELER spielten unterhaltsamen Synth-Pop mit Wave-Covern aus den 80ern. Titel: Tainted Love, Being Boiled, Living On Video und den Goldenen Reiter liefen in Mittweida erstmalig „Live“. Sie erscheinen auch auf dem kommenden zweiten Zeitsprung-Album.

Der musikalische Hauptact im Festzelt am Freitag waren „Almost Dead“. Die Rockcover-Band hatte wie immer beim Altstadtfest Heimspiel. Einst ließen sie die Wände im Bürgerkarree erzittern. 2017 war der Markt dran. Die Mittweidaer feierten die Musiker und ihre Cover.

Knapp 12.500 Gäste konnte Mittweida, laut dem städtischen Sport- und Kulturbetrieb, zum 23. Altstadtfest begrüßen.

Beswingtes Mittweida das inzwischen bekannte Motto war vor allem auf der historischen Meile in der Weberstraße zu spüren. Dort wurden die Besucher in die Zeit der 1920er und 1950er Jahre versetzt. Die Besucher konnten hier einen historischen Handwerkermarkt erleben. Ein wenig Magie durfte nicht fehlen.

Das große Kinderland in der Frongasse. Vom Kinderschminken, über Animationskunst, Fahrradparcours, Clownerie und Musik aus dem Leierkasten reichte das Angebot auf der Kindermeile.

Auch das Festzelt auf dem Marktplatz war gut frequentiert. Hier wurde auf 2 Bühnen abwechselnd Programm geboten. Am Sonnabendnachmittag gab es vor dem Phil Collins Cover Musik & Comedy mit Remmy Demmi.

Gegenüber vom Festzelt befand sich der Stand des Sächsischen Landfrauenverbandes. Der gemeinnützige Verein hat sich als Interessenvertretung aller Frauen und ihrer Familien im ländlichen Raum die Pflege der dörflichen Kultur, der ländlichen Tradition, des Brauchtums sowie des geselligen Lebens in den Gemeinden auf die Fahnen geschrieben.

Seit Jahren bereichern die Vereine mit ihren Ständen und Einlagen das Altstadtfest in Mittweida, auch der SV Germania.

Am meisten präsent der Mittelsächsische Kultursommer. Auf seiner Bühne gaben Sänger, Tänzer und Artisten Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Natürlich durfte das traditionelle Theaterstück nicht fehlen. Es wurde von den Mittweidaer Mimen dargeboten. Unter dem Titel „Besters Kaufhaus – ein kleinstädtischer Mikrokosmos“ wurde der dritte Teil des traditionsreichen Kaufhauses am Markt humorvoll präsentiert.

Neben dem historischen Abriss aus dem Mittweida des frühen 20. Jahrhunderts enthielt das Stück auch augenzwinkernd Bezüge zur Gegenwart und Kritik an der modernen Konsumgesellschaft. Das Interesse daran und der Besucheransturm waren groß.

Die zahlreichen Stände und Händler auf dem Festgelände luden zum Schlendern ein. Bei den Gastronomen und Händlern kam jeder auch kulinarisch auf seine Kosten. Egal ob kalt oder warm, süß oder herzhaft, für jeden ist etwas dabei. Mit insgesamt 73 Schaustellern auf dem gesamten Festgelände wurde eine breite Palette an Produkten, Dienstleistungen und Handwerk aus der Region vorgestellt.

Das Festmotto des Altstadtfestes rundete die Oldtimerparade am Sonntag ab. Mehr als 100 Fahrzeuge absolvierten die Wegstrecke der historischen Fahrzeuge von der Bahnhofstraße und den Technikumplatz über die Rochlitzer Straße und den Markt bis hin zum Kreisverkehr an der Weberstraße. Gut 30 Minuten rollten sie durch Mittweidas Altstadt.

Nicht nur mit diesem Teilnehmerrekord, sondern auch mit dem Fest waren die Veranstalter sehr zufrieden.

Das bunte Treiben und das Programm auf den 7 Bühnen hielt noch den einen oder anderen Leckerbissen parat. Wer´s verpasst hat, kein Problem am 3. Augustwochende 2018 gibt es 24. Auflage des Mittweidaer Altstadtfestes.

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