Schwimmen heißt Leben im Stadtbad Döbeln

 

Den zweiten Familientag, den die Stadtwerke Döbeln als Badbetreiber zusammen mit Stadtverwaltung, Vereinen und der TAG Wohnen organisiert haben, stand unter dem Motto: Schwimmen ist Leben“. Eröffnet hatte den Familientag der sächsische Innenstaatssekretär Michael Willhelm. Auch deshalb drehte sich bei diesem Familientag alles es um das Schwimmenlernen.

Die Schwimmfähigkeit habe abgenommen, sagte der Staatssekretär. 1990 konnten noch 90 Prozent aller Kinder Schwimmen. Aus einer Umfrage aus dem Juni 2017 ging hervor, das 53 Prozent der Kinder nicht schwimmen können. 60 Prozent der Kinder gaben im Wasser Angst zu haben und nur 40 Prozent der Kinder haben ein Schwimmabzeichen, führte in seiner Eröffnung Michael Wilhelm weiter aus.

Als ehemaliger Leistungssportler ging Wilhelm auch bei der 4x 50 Meter Staffel an den Start. Damit war er in guter Gesellschaft, denn mit Petra Rosenkranz- Thümer war die Olympiasiegerin über 400 und 800 Meter Freistil von Montreal und mit Wolfram Sperling heute Präsident des Sächsischen Schwimmverbandes, ein Olympiateilnehmer von 1972 am Start.

Bei der Schwimmstaffel 4 x 50 belegten die „Promis“ aber nur den 3. Platz. Die Staffel gewonnen hatte das Quartett der Döbelner Schwimmmeister vor der HSG Neudorf-Döbeln.

Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema: Schwimmen

Bei dieser unterstrich Staatssekretär Wilhelm, dass er angesichts Hunderter Badeunfälle das Schwimmenlernen für äußerst wichtig hält. „Die Wassergewöhnung sollte schon im Vorschulalter beginnen.“ Sachsen sei vorbildlich in Sachen Schwimmausbildung. Jedes Kind lernt es spätestens in der Grundschule. Dr. Martin Sawetzki von der Wasserwacht Dresden wies auf den Zusammenhang hin: Je mehr Leute schwimmen können, umso mehr Leute gehen baden, umso mehr Rettungsschwimmer werden benötigt. „Über mehr Helfer würden wir uns freuen. Aber die Kapazitäten für die Ausbildung von Rettungsschwimmern sind begrenzt“, warb er für seine Zunft.

 

Während es im Podium um Schwimmtheorie ging fand in der Schwimmhalle die praktische Umsetzung statt. 20 Kinder hatten sich an diesem Tag zur Abnahme ihrer Schwimm- oder Seepferdchenprüfung angemeldet. 13 haben es geschafft. 1 Schwimmabzeichen in Gold, je 4 in Silber und Bronze sowei 4 Seepferdchen konnten die Schwimmmeister vergeben.

 

Schwimmen als Grundlage zur Ausübung von Wassersport darum ging es bei den Vorstellungsrunden der Vereine. Neben den Tauchern, der Wasserwacht stellten sich auch die Wasserballer vor. Nah am Wasser gebaut das Beachvolleyballturnier. Organisiert wurde es von der Wohnungsgesellschaft TAG. Hier ging es mehr um Strandvergnügen als um Badespaß. 75 Spielerinnen und Spieler von neun Jugendmannschaften aus Mittelsachsen und der Region Leipzig kämpften um den Sieg.

 

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