MISKUS zieht Bilanz

Der Mittelsächsische Kultursommer schreibt für die 24. Saison voraussichtlich eine schwarze Null – zog der Vorstandsvorsitzende des MISKUS Heribert Kosfeld vorläufig Bilanz. Noch liege kein Jahresabschluss vor, weil zum Beispiel Abrechnungen der Gema fehlen. „Es wird aber kein weiterer Zuschuss gebraucht, es war finanziell eine ordentliche Saison“, sagte der Vorstand.

Anfang September hatte der Verein zur Abschlusspressekonferenz in den Hainichener Ratssaal geladen.

Im Präsidium Platz genommen hatten auch der Bürgermeister der Stadt Hainichen Dieter Greysinger, Schirmherr Landrat Matthias Damm und der Geschäftsführer Olaf Hanemann.

Nach dem Heribert Kosfeld das finanzielle Resümee gezogen und den Sponsoren gedankt hatte, präsentierte Landrat Matthias Damm das statistische Zahlenwerk.

17 Wochen dauerte der Mittelsächsische Kultursommer in diesem Jahr. 47 Veranstaltungen fanden an 37 Spielorten fanden statt. Mehr als hundert Vereine und ca. 5.000 Mitwirkende hatte der 24. Mittelsächsische Kultursommer.

Ca. 90.000 bis 100.000 Gäste könne das Festival zählen. Bei 315.000 Einwohnen in Mittelsachsen hat rein statistisch fast jeder Dritte eine Veranstaltung des Miskus besucht“, sagte Landrat und Schirmherr des Festivals.

Das Festival hatte zahlreiche kulturelle Höhepunkte. Zu den großen Erfolgen gehörte „Pipes & Drums“ in Klosterbuch. Die Veranstaltung habe die Erwartungen übertroffen. Mit 5.500 Gästen kamen fast doppelt so viele Besucher wie anfangs kalkuliert. Ausverkauft waren auch die Irische Nacht auf Schloss Rochsburg, die Musiknacht in Lichtenwalde, die Orgelfahrt sowie die Veranstaltungen in Frauenstein und Bieberstein.

Ausverkauft, Wochen im voraus, war der Klanglichtzauber. Das traditionelle Auftaktkonzert fand innerhalb der Festwoche „150 Jahre Hochschule Mittweida“statt. Dort spielte Phil Bates & The Berlin String Ensemble die Musik des Elektric Light Orchestra.

Das Jubiläum der Hochschule mit dem Spiegelzelt auf dem Schützenplatz bot eine einzigartige Kulisse für den Auftakt.

Aber es gab auch Veranstaltungen die nicht gut liefen. Der Märchenzirkus auf Burg Scharfenstein lockte laut Kosfeld nur ein Drittel der avisierten Besucher an. Dabei sei die Gästezahl bei der Premiere ohnehin schon niedrig angesetzt gewesen.

Die Performance zum Stein auf dem Rochlitzer Berg hatte bei ihrer 20. Auflage die Erwartungen nicht erfüllt. Die Rockoper am Freitag zog mehr Gäste an als die eigentliche Jubiläumsgala am Sonnabend.

Bei den Kriebsteiner Kultursommernächte kam der Verein mit insgesamt knapp 1.900 Besuchern nicht an das Ergebnis vom letzten Jahr heran. Einer der Hauptgründe war die Baustellensituation an der Straße nach Kriebstein. Diese hatte gerade für Gäste mit einer weiten Anreise eine unverständliche Umleitungsbeschilderung.

Einen weiteren Schwerpunkt der Pressekonferenz bildete der Ausblick auf das kommende Festivaljubiläum. Diesen präsentierte der Geschäftsführer Olaf Hanemann. Neue Spielstätten und Veranstaltungsangebote sollen die 25. Saison 2018 bereichern.

Der Klanglichtzauber findet am 9. Juni 2018 wieder auf dem Technikumplatz in Mittweida statt. Hier trifft Klassik auf Musik von Abba. In Seelitz und Rochlitz gibt es die Fürstentage. Geplant seien auch mehrere Auftritte mit australischen Musiktalenten. In der 25. Saison wird es Abschlusskonzerte in Mittweida, Döbeln und Freiberg geben.

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