Mittweidaer Hochschule und Frauenhofer Institut gemeinsam gegen Cybercrime

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und die Hochschule Mittweida haben am 20.September ein neues Lernlabor 
Cybersicherheit eröffnet. Am Standort in Mittweida wollen die Partner Weiterbildungsangebote zu den Themen IT-Forensik und 
Automotive Security entwickeln und anbieten. 

O- Ton Prof. Dr. Dirk Labudde
Professor für Forensik an der Hochschule Mittweida 

Das unterstrich auch der Rektor der Hochschule Prof. dr. Ludwig Hilmer in seinem Grußwort im Rahmen des Festaktes. „Wir sind in der 
IT-Ausbildung und in der Kooperation mit staatlichen Stellen in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewesen. Die Zusammenarbeit 
mit der Fraunhofer-Gesellschaft ist eine Bestätigung für die hervorragende Forschung unserer IT-Forensiker und wird sie noch weiter 
voranbringen“, sagte er. 

Auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig überbrachte sein Grußwort. Ich freue mich, dass nach der im August dieses Jahres
besiegelten Kooperation der sächsischen Polizei mit der Hochschule Mittweida nun das neue Labor noch bessere Rahmenbedingungen 
für eine realitätsnahe Ausbildung von IT-Forensikern schafft. Damit bringen wir die Computerexperten bei der Polizei technisch und taktisch 
auf Augenhöhe mit den Straftätern im wachsenden Feld der Internetkriminalität.“

Am 03.August hatten die Hochschule sowie das Innen- und Justizministerium eine Vereinbarung zur Stärkung der Zusammenarbeit
in Forschung und Lehre sowie bei der Aus- und Fortbildung von IT-Spezialisten geschlossen.

O- Ton Prof. Dr. Dirk Labudde
Professor für Forensik an der Hochschule Mittweida 

Die Brisanz des Themas unterstreicht eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom. Demnach wurden in den vergangenen zwei Jahren
mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Der Schaden wird auf 
rund 55 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, ein Anstieg um rund acht Prozent gegenüber der Studie vor zwei Jahren.
Darauf wies auch Henrik Hohenlohe, Leiter des CyberCrime- Competence Center des LKA Sachsen in seinem Fachvortrag hin. 

Bei den Fachvorträgen wurde deutlich, dass es einen hohen Nachholebedarf in Sachen Weiterbildung bei der IT- Security gibt.

O- Ton Prof. Dr. Dirk Labudde
Professor für Forensik an der Hochschule Mittweida 

Die Fraunhofer-Gesellschaft regierte frühzeitig auf die Bedrohungen aus dem Web. 
Darüber informierte Prof. Dr. Michael Waidner der Institutsleiter Frauenhofer- Institut für Sichere Informationstechnologie Darmstadt.
Mit den Lernlaboren hat sie ein Konzept entwickelt, das Forschung und Vermittlung von IT-Know-how in praxisnaher Weiterbildung miteinander
verbindet. 
Mit dem Labor in Mittweida sind sechs Lernlabore mit Standorten in ganz Deutschland am Start. Jedes hat einen eigenen Schwerpunkt. 
In ihrer Gesamtheit bilden sie die Vielfalt der Themen ab, die zur IT-Sicherheit gehören.

Mittweida setzt auf die IT-Forensik. Hier geht es um die digitale Spurensuche und Datenanalyse beispielsweise nach der Attacke auf das 
Firmennetzwerk. 

O- Ton Prof. Dr. Dirk Labudde
Professor für Forensik an der Hochschule Mittweida

Die angebotenen Module im Lernlabor werden branchen-, themen- und funktionsspezifisch auf die Bedarfe der Industrie und öffentlichen Verwaltung abgestimmt.

O- Ton Prof. Dr. Dirk Labudde
Professor für Forensik an der Hochschule Mittweida 

Mit dem Labor sind in Mittweida weitere Schritte unternommen worden, um die Nutzung des Internets sicherer zu gestalten und die 
Hochschule weiter voran zu bringen.

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