„Unser Dorf hat Zukunft“

Schönerstadt hat beim diesjährigen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Nase vorn. Der Oederaner Ortsteil qualifizierte sich damit für den nächsten Ausscheid auf Landesebene.

Die Jury bestand aus Vertretern verschiedener Fachbereiche des Landratsamtes. Sie besuchte die Orte. Neben dem Gesamteindruck bewertete das Gremium die Bereiche „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Soziales Engagement und kulturelle Initiativen“, „Baugestaltung und Siedlungsentwicklung“ und „Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft“.

Es waren drei sehr gute Teilnehmer. Alle waren unterschiedlich, aber jeder ist für sich liebens- und lebenswert und die Entscheidung fiel uns daher auch nicht leicht“ , resümiert Petra Wein die Vorsitzende der Jury.

Im Rahmen der Veranstaltungen stellten die Jurymitglieder die Orte – aus dem Blick der Jury vor.

Breitenborn/Wittgendorf punktet mit den liebevoll restaurierten und gut sanierten Bauernhöfen. Diese zeigen die positive Grundeinstellung der Bewohner zum Wert und zur Charakteristik ihres Ortes.

Mit viel Eigenleistung wurde das historische Trafohaus in Breitenborn instandgesetzt und für die mit dem Schulbus fahrenden Kinder als Wartehaus umfunktioniert.

Die Devise in Breitenborn/Wittgendorf könnte lauten „Gemeinsam statt einsam“ und so wird auch gelebt. Der Pfarrhof wird als Ort für Veranstaltungen genutzt und in einem Gebäude des Pfarrgutes können Jugendliche ungezwungen zusammen kommen.

Neukirchen/Steinbach ist zwar verkehrstechnisch hervorragend vernetzt, aber dennoch fern der Stadt. Dazu kam der Strukturwandel der Landwirtschaft. Die im Bauvolumen großen Gehöfte mussten erst einmal Nachnutzer finden. Die Jury konnte hier Beispiele sehen, wie das Dorf und seine Akteure mit ganz eigener Kraft Neues hervorbringen und zukunftsorientiert lebt. Die Stärken sind in der wirtschaftlichen Entwicklung zu sehen, die magnetisierend wirkt.

Mit über 60 Firmen bzw. Gewerbetreibenden, einer funktionierenden Nahversorgung, der Grundschule, einer starken Feuerwehr und einer kreativen Kirchgemeinde, zwei Reitvereinen und Hobbyreitern sowie vielfältigen Initiativen, die das Dorfleben im Laufe des Jahres bereichern, kann sich der Ort sehen lassen.


Schönerstadt hat fast alles, außer einer Kirche. Aber Schönerstadt ist kreativ, sucht und findet Lösungen und das zeichnet wiederum diesen Ort aus.

Anstelle der Kirche gibt es im Begegnungszentrum „Glockenturmschule“ einen Andachtsraum. Weil der Kindergarten wegziehen musste, wurden neue Formen gefunden, die die Kinder des Ortes zusammen bringen. Sei es als Überraschungschor für Jubilare, beim Sport oder auf dem neuen Mehrgenerationenspielplatz. Sport, Bewegung, gemeinsames Erleben und Feiern haben in Schönerstadt einen hohen Stellenwert und sind Tradition. Dabei werden alle Generationen eingebunden.

Letztendlich habe das Gesamtbild von Schönerstadt überzeugt. Die Gewinner wurden am 22. September 2017 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbes in Mittweida bekanntgegeben.

Landrat Matthias Damm überreichte an die Vertreter aus Schönerstadt einen kunstvoll gestalteten Schiefer von Kirstin Gottwald aus Rossau.

In einem Kopf an Kopf Rennen und mit nur einem Punkt Unterschied in der Bewertung belegte Neukirchen/Steinbach den zweiten und Breitenborn/Wittgendorf den dritten Platz.

Alle Teilnehmer erhielten neben einer Urkunde eine finanzielle Prämie.

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