Wetterkapriolen beeinflussen Erträge – Durchschnittliche Getreideernte in Sachsen

Das Jahr 2017 bescherte den sächsischen Bauern eine durchschnittliche Getreideernte.
Schaut man sich die in Sachsen erfassten Erträge an, liegen die Getreideerträge knapp unter dem mehrjährigen Ertragsdurchschnitt. Mit der Qualität kann Sachsen zufrieden sein“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt am 30. September 2017 bei der Vorstellung der vorläufigen Ernteergebnisse auf dem Sächsischen Landeserntedankfest.

In diesem Jahr haben die sächsischen Landwirte auf 360.000 Hektar Getreide angebaut. Der durchschnittliche Hektarertrag aller Getreidearten ohne Mais liegt bei 69,3 Dezitonnen pro Hektar. Das sind 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Wintergerste ist mit einen Ertrag von 73,2 Dezitonnen pro Hektar am besten mit den Witterungsbedingungen zurechtgekommen, der Ertrag ist hier im Vergleich zu dem der vergangenen Jahre überdurchschnittlich hoch.

Der Winterweizenertrag liegt dagegen bei 75,1 Dezitonnen pro Hektar. Das liegt unter der sehr guten Ernte des Vorjahres und leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dieser liegt bei 75,9 Prozent. Auch Roggen, Triticale und Hafer erreichen sowohl den Wert des Vorjahres als auch den mehrjährigen Ertragsdurchschnitt nicht.

Auch die Landwirte im Altkreis Mittweida bilanzierten ihre Ernte. Enttäuschend sei der Ertrag beim Winterraps. Wurden in den vergangenen Jahren durchschnittlich 37,9 Dezitonnen pro Hektar geerntet, sind es 2017 nur 33,2. Eine Ursache dafür sieht der Minister in den regionalen Wetterextremen, die das Anbaujahr beeinflussen. „Zwar kann nicht jedes einzelne Unwetter mit dem Klimawandel begründet werden.

Es gab auch in vergangenen Zeiten Stürme, Starkregen, Hochwasser und Trockenzeiten“, so der Minister. „Allerdings zeigen es die Daten der Klimaforscher deutlich: Extreme treten häufiger auf. Trockenphasen im Frühjahr und Frühsommer sowie Starkniederschläge im Sommer wirken sich dabei besonders auf die Landwirtschaft aus“.

Die größte Herausforderung für die Landwirtschaft besteht daher in der Anpassung an bereits zugenommene und künftig möglicherweise weiter zunehmende Wetter- und Witterungsextreme, wie insbesondere Trockenheit und Starkregen.Erforderlich sind vor allem ein umfassendes betriebliches Risikomanagement und ein effizientes Wassermanagement“, sagte Schmidt weiter. „Möglichkeiten, sich mit Anbaumethoden an veränderte Witterungsbedingungen anzupassen, bestehen zum Beispiel in der Auswahl trockentoleranter Sorten für den Anbau, erosionsmindernder Bestellverfahren oder ressourcenschonender Bewässerung“.

Der Freistaat unterstütze die Landwirte dabei durch ein umfassendes Förderangebot, angewandte Forschung sowie durch den Transfer von Wissen in die landwirtschaftliche Praxis. sagte der Minister abschließend.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*