Große Rettungsübung im Landkreis Mittelsachsen

Mittweida, am Morgen des 21. Oktober. Kurz nach neun Uhr in der mittelsächsichen Kleinstadtunterbrechen immer wieder Sondersignale der Rettungswagen die Wochenendidylle. Die Zschopaustadt erlebt die größte Katastrophenschutzübung in der Geschichte des Landkreises. Das Szenario war dementsprechend die Bedingungen für die 400 Teilnehmer nah an der Realität.

O- Ton Jana Lützner – Leiterin des Referates Brandschutz Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Zuvor waren die Rettungskräfte im Bereitstellungsraum in Altmittweida angetreten. Landrat Matthias Damm eröffnete die Übung. Jana Lützner, die Leiterin des Referates Brandschutz Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt wies die Kräfte ein.

Ab 6.00 Uhr waren erste Kräfte im Behördenzentrum, am Landratsamt 3 aktiv. Sie errichteten den Rettungsmittelhalteplatz. Dazu gehörte ein mobiles Lagezentrum und das Verbandszelt.

In der ersten Etage wurden die Statisten für eine realistische Notfalldarstellung geschminkt.Diese erhielten Instruktionen, wie sie sich für ihr jeweiliges Verletzungsbild verhalten sollten. Die Opfer wurden in drei Kategorien eingeteilt von leicht bis schwerstverletzt.

O- Ton Jana Lützner – Leiterin des Referates Brandschutz Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Neun Uhr setzte Jana Lützner den eigentlich Notruf ab und gab so den Startschuss für die Übung.

Für das Team um Einsatzleiter Ronny Illig kam es darauf an, entsprechend dem Maßnahmeplan galt es 12 Schwerst- und 34 Schwerverletzte sowie 54 Leichtverletzte auf fünf Krankenhäuser in Mittelsachsen zu verteilen. 20 Fahrzeuge waren zwischen diesen und Mittweida unterwegs.

In drei Wellen wurden die Krankenhäuser angefahren. Auf dem Verbandsplatz erfolgte die Erstversorgung für die insgesamt 110 Opfer.
Oberste Priorität hatten die Schwerstverletzten. Auch für David Scherer und Enrico May. Ziel der Rettungssanitäter vom DRK Hainichen das Krankenhaus Mittweida.

Hier war um 9.12 Uhr die Alarmierung erfolgt. Die Krankenhauseinsatzleitung hatte den entsprechenden Alarmplan hoch gefahren und sich ins Lagezentrum begeben. Fast wäre es hier in Sachen Übung ganz anders gekommen, erklärte Einsatzleiter Florian Claus.

O- Ton Florian Claus Geschäftsführer LMK gGmbH

Gegen 10.00 Uhr traf der erste Schwerstverletzte im Mittweidaer Krankenhaus ein. Sofort begann die Behandlungskette. Dabei wurde natürlich auch die Diagnose gestellt.

O- Ton Dipl.-Med. Götz Kästner – Leitender Oberarzt

Das Übungsszenario im Krankenhaus ebenfalls real. Zusätzlich waren 20 ärztliche und 25 Pflegekräfte während der Übung tätig. Allerdings mit Unterbrechung, denn auch die Notfalloperationen wurden komplett durchgespielt.

O- Ton Dipl.-Med. Götz Kästner Götz Kästner Leitender Oberarzt

Im Lagezentrum hatte auch das Kreisauskunftsbüro des Deutschen Roten Kreuzes seine Arbeit aufgenommen. An dieses können sich die Bürger wenden, um zu erfahren wo ihre Angehörigen einliefert worden sind.
Am Ende der Übung zog die Kreisverwaltung eine positive Bilanz. „Dieser Tag zeigt auf, dass es ohne ehrenamtliche Helfer im Bereich Katastrophenschutz nicht geht – vom Sanitäter, über den Fahrer bis hin auch zur Verpflegung“, sagte Landrat Damm. Die Gesellschaft sei darauf angewiesen und er nutzte diese Übung, um sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen zu bedanken.
An der Übung beteiligt waren die Kliniken in Leisnig, Döbeln, Mittweida, Hartmannsdorf und Freiberg sowie mehrere Hilfsorganisationen. Hierzu zählen die Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Döbeln-Hainichen, Freiberg und Rochlitz sowie die Johanniter aus Leisnig und die Malteser aus der Rettungswache Burgstädt.

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