Gysi liest in Mittweida

Am 20. Oktober war mit Gregor Gysi einer der wohl bekanntesten deutschen Politiker in Mittweida. Es war die zweite große Buchlesung der Stadtbibliothek Mittweida in diesem Jahr. Und auch die traf genau den Nerv des Publikums. Über fünfhundert Gäste wollten mehr über den Autor erfahren.

Gelesen hatte der Gast nicht viel, aber getalkt so wie man ihn kennt. Und klar mussten zuerst politische Themen besprochen werden vom Tillich Rücktritt bis König Kurt. Auch vor der eigenen Partei machte Gysi nicht halt.

Zitat: Eines seiner Bücher heißt „Nachdenken über Deutschland. Wie weiter?“, 2013 veröffentlicht hat der Titel seit der Bundestagswahl 2017 an Aktualität gewonnen.

Zehn Tage vor der Lesung in Mittweida erschien Gysis Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“. Der Titel lies genügend Raum für Spekulationen welche der Autor im Verlauf des Abends auch im Gespräch mit Radiomoderator Jürgen Rummel aufklärt.

Nach den ersten 45 Minuten gab es eine Pause für Jürgen Rummel. Der Autor signierte derweil geduldig die sich gut verkaufenden Bücher. Seine Zuhörer warteten genauso geduldig. Und so können sich freuen, denn der Autor arbeitet schon am nächsten Buch.

Die 69 Jahre seines Lebens standen im Mittelpunkt der zweiten Talkrunde. Er erzählte über sich, seine sieben Lebensabschnitte und sorgte für Heiterkeit, aber auch Nachdenken über soziale Ungerechtigkeit und Bildungschancen. Sein gegenüber setzte mit Fragen nach und trieb den Verlauf des Abends an.

Im Januar wird Gregor Gysi 70. Nach drei Wünschen dafür gefragt, machte er ein paar mehr daraus.

Goldene Zwerge gab es auch in Mittweida nicht. Aber dafür viel Applaus für einen runden Talk und dem gelesenen Epilog.

 

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