Ausbildungsmarkt in Mittelsachsen mit positiven Tendenzen

Für das Berichtsjahr 2016/2017 vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 zieht die Arbeitsagentur Freiberg Bilanz. Am vergangenen Donnerstag hat sie dazu gemeinsam mit dem Jobcenter Mittelsachsen, der IHK und der Handwerkskammer sowie dem Gastgeber der IMM electronics GmbH zur Pressekonferenz nach Mittweida geladen.

Susan Heine hat hier einen Einblick in die Entwicklungen und Ergebnisse des Ausbildungsmarktes gegeben.

O- Ton Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiberg

Den knapp 1.800 gemeldete Bewerbern stehen in diesem Jahr knapp 1730 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber. Das sind 175 Bewerber mehr und 130 Ausbildungsstellen weniger als im vergangenen Jahr. Trotzdem blieben 154 davon unbesetzt.

O- Ton Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiberg

Drei Bewerber benötigt die Agentur, um eine Stelle zu besetzen auch darauf verwies Susan Heine. Auch wenn es auf den ersten Blick mehr Bewerber als Lehrstellen auf dem mittelsächsischen Ausbildungsmarkt gibt, bestehen für die Schülerinnen und Schüler sehr gute Ausbildungsmarktchancen in der Region, sagte sie weiter.

Auch ein Teil der Bezieher von Leistungen des Jobcenters Mittelsachsen hat die Chance genutzt und eine Lehre begonnen, sagt die Geschäftsführerin des Jobcenters

O- Ton Karin Ilgert – Geschäftsführerin des Jobcenters Mittelsachsen

Ein Großteil der rund 370 Jugendliche die im Jobcenter rund betreut worden, konnte

in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden. Die anderen wurden Alternativen angeboten. Dazu gehören unter anderem auch das Freiwillige Soziale Jahr. Nur für zwei gab es aktuell keine der angebotenen Alternativen.

O- Ton Karin Ilgert – Geschäftsführerin des Jobcenters Mittelsachsen

Auf einen neuen Trend, wies so Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz hin. Er sagte, dass immer mehr Abiturienten sowie Fachoberschüler auf die duale Ausbildung zurückgreifen. Dennoch sind mit 75 Prozent die meisten Bewerber nach wie vor Oberschüler. Probleme bereite hier immer wieder die Ausbildungsreife der Bewerber, sagte er weiter. Ob sich die Situation mit über 60 Prozent Quereinsteigern an sächsischen Oberschulen bessert, bezweifelt Wagner. „So erreichen wir unser Ziel nicht. Daher müsste unter anderem die Berufs-orientierung mehr ausgebaut werden, auch an den Gymnasien.“

Auf Berufsorientierung setzt auch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiberg.

O- Ton Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiberg

Ganz bewusst für den lokalen Arbeitsmarkt hat sich Chris Müller entschieden. Er fertigt bei IMM electronics in Mittweida Reaktionsgeräte. Er kam über ein Praktikum zu der Firma in seinem Heimatort. Mit 16 hat er bei IMM die Ausbildung zum Elektriker für Geräte und Systeme begonnen. Heute ist der 24 jährige in der Großgeräteproduktion tätig. Im April hat er eine Weiterbildung zum technischen Fachwirt begonnen.

Vom Praktikum zur Fachkraft in Mittelsachsen. Davon noch viel mehr braucht die Region dringend.

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