Landtratsamt Mittelsachsen: Auswirkungen des Sturms

In der Zeit zwischen 15:00 Uhr und 22:00 Uhr gingen in der Rettungsleitstelle Freiberg mit dem Zuständigkeitsbereich der Altkreise Mittweida und Freiberg weit über 400 Notrufe ein, in denen sturmbedingte Schäden gemeldet wurden. „Viele weitere Schäden wurden durch die vor Ort tätigen Feuerwehren selbst festgestellt und auch den Einsatzkräften durch Bürger direkt mitgeteilt“, erklärt der Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen Steffen Kräher. Die genaue Anzahl der Einsätze lässt sich derzeit noch nicht ermitteln, dürfte aber bereits im vierstelligen Bereich liegen.

Bis weit in die Nacht hinein waren Feuerwehren im Einsatz, um Gefahren abzuwehren und die wichtigsten Verkehrsverbindungen frei zu räumen. „Aus Gründen des Eigenschutzes mussten aber auch Straßen insbesondere in Waldgebieten gesperrt bleiben“, so Kräher. Seit den heutigen frühen Morgenstunden sind bereits wieder eine Vielzahl freiwilliger Feuerwehren im Einsatz, um weitere Schäden des Sturmes zu beseitigen. Landrat Matthias Damm „Erneut gilt unser großer Respekt und unser Dank den zahlreichen meist ehrenamtlichen Einsatzkräften. Sie haben sich mit allen Mitteln dafür eingesetzt, Personen zu schützen, Schäden zu minimieren und die Infrastruktur aufrechtzuerhalten.“

Binnen weniger Wochen  hat  mit Friederike ein weiteres Sturmereignis die Wälder des  Landkreises heimgesucht. „Vielerorts hat der Sturm bereits vorgeschädigte Bäume, die noch nicht  beräumt werden konnten,  gebrochen oder geworfen. Neue Schäden sind hinzugekommen, die erst nach und nach von den Waldbesitzern erfasst  werden können“, erklärt der Leiter des Referates Forst und Jagd Dr. Klaus Dittrich. Die Beseitigung der zahlreichen Gefahrenstellen werde nach seinen Angaben mehrere Monate dauern. Waldorte mit extremen oder besonders gefährlichen  Sturmschäden können durch die Waldbesitzer bis zu zwei Monaten gesperrt werden. Dies müssen sie der Forstbehörde anzeigen.

Vor allem sollten vor Ort  auch Hinweise für die Waldbesucher angebracht werden. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen,  in nächster Zeit die Wälder nicht oder nur unter großer Aufmerksamkeit und Vorsicht zu betreten. „Gesperrte Waldflächen dürfen nicht betreten werden.  Selbst ein loser Ast, der aus wenigen Metern Höhe zu Boden fällt, kann eine große Gefahr bedeuten“, so der Referatsleiter. Mit derart waldtypischen Gefahren sei jetzt und in den nächsten Wochen auf der gesamten Waldfläche  verstärkt zu rechnen.

Sowohl an Schulen als auch an Verwaltungsgebäuden des Landkreises gibt es Schäden zu verzeichnen. Hauptsächlich sind Dächer betroffen und umstürzende Bäume unter anderem Zäune beschädigt, aber auch Störungen der Gebäudetechnik sind aufgetreten. Konkret betroffen waren beispielsweise die Außenstelle des Landratsamtes in Mittweida und die Pestalozzischule Rochlitz, wo mehrere Bäume umstürzten und die Verwaltungsgebäude Leipziger Straße 4 in Freiberg, Mastener Straße 15 und Straße des Friedens 9a in Döbeln bei denen es Dachschäden zu verzeichnen gibt.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Mittelsachsen

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