Neue Geschäftsführung Jobcenter Mittelsachsen

Jobcenter Mittelsachsen hat eine neue Geschäftsführung

Das Jobcenter Mittelsachsen wird ab Donnerstag, 1. Februar, von Martina Neubert geleitet. Sie wurde durch die Trägerversammlung der gemeinsamen Einrichtung am Vormittag für fünf Jahre bestellt. Sie löst damit Karin Ilgert ab, die im Landratsamt weiter beschäftigt ist. Hintergrund für den Wechsel der Geschäftsführung ist die Entscheidung des Kreistages im vergangenen Jahr, dass der Landkreis künftig den Vorsitz der Trägerversammlung inne hat. Diese trifft unter anderem Beschlüsse zur arbeitsmarktpolitischen Ausrichtung der gemeinsamen Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit und des Landkreises, zur Struktur, Zielen oder der Budgetverwaltung. Im Umkehrschluss stellt die Bundesagentur die Geschäftsführung.
„Martina Neubert kann auf einen großen Erfahrungsschatz in dem Bereich zurückgreifen. Seit den 90iger Jahren begleitete sie mehrere Funktionen, wie die Geschäftsführung der ARGE in Dresden, dem Vorgänger des heutigen Jobcenters. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Susan Heine, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Freiberg. Sie übernehme eine Einrichtung, die für die vergangenen Jahre eine erfolgreiche Bilanz ziehen könne. Gelungen sei, auch dank der guten Konjunktur, die Zahl der Arbeitslosen dauerhaft zu senken und Langzeitarbeitslose in Erwerbstätigkeit zu vermitteln. „Wir erwarten auch in diesem Jahr ein stabiles Beschäftigungsniveau in Mittelsachsen. Dennoch müssen wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen. Dazu gehört u. a. der steigende Fachkräftebedarf, die Auswirkungen der Demografie auf die Beschäftigungsstruktur und die Digitalisierung der Arbeitswelt. Auch in diesem Jahr setzen wir wieder auf zielgerichtete Qualifizierungen und Weiterbildungen, um Menschen und Arbeit zusammenzubringen.“
 
„Das Jobcenter hat sich wiederholt erfolgreich um Fördermittel beworben, um innovative Projekte durchzuführen. Durch ein gezieltes Fallmanagement können Menschen befähigt werden wieder eine Tätigkeit aufzunehmen“, so Landrat Matthias Damm. Ein großer Verdienst sei dies auch von Karin Ilgert. Sie habe die von kommunaler Seite in sie gesetzten Erwartungen stets erfüllt, war über die Jahre eine verlässliche und ausgezeichnete Partnerin unserer Städte und Gemeinden. „Es ist uns gelungen, die Menschen, welche die Unterstützung durch das Jobcenter benötigen, nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu vermitteln, sie dafür zielgerichtet vorzubereiten oder ihnen die Teilhabe am geförderten Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, so Ilgert. Größere Arbeitsschwerpunkte in den vergangenen Jahren waren beispielsweise der Umgang mit den Auswirkungen des Hochwassers 2013, das Bundesprogramm Soziale Teilhabe, das Projekt „come back 50plus – Mittelsachsen“ oder die Einführung elektronischen Akte.
 
„Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben im Jobcenter. Dabei ist mir besonders wichtig, dass unsere Hilfe und Unterstützung direkt bei den Menschen ankommen –  wir helfen, damit jeder seinen Platz in der Gesellschaft findet. Denn in jedem Menschen steckt Potenzial und jeder soll seine Chancen erhalten. Wir werden 2018 fortfahren so viel wie möglich finanzielle Mittel von Dritten zu erhalten, um unsere Förderangebote sinnvoll zu ergänzen“, erklärt Martina Neubert, Geschäftsführerin in spe.
 
Im Jobcenter Mittelsachsen arbeiten aktuell rund 400 Mitarbeiter. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2017 mit 6.016 arbeitslosen Frauen und Männern bei 3,7 Prozent, 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Quelle: Arbeitsagentur Freiberg

 

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