Burg Mildenstein

Die Burg Mildenstein. Noch liegt winterliche Ruhe über dem, in Stein erbauten, Machtsymbol. Und genauso heißt eine der fünf Dauerausstellung auf Burg Mildenstein. Diese ist modern und familienfreundlich gestaltet und erzählt die fast tausendjährige Geschichte der Burg. Neben den steinernen Zeitzeugen gibt es Frieder Berg. Der macht die Ausstellung interaktiv und damit vor allem für Kinder spannend. Exklusive Sonder- und Erlebnisführungen für groß und klein ergänzen die Dauerausstellung, auch in den Winterferien 2018.

O-Ton Susanne Tiesler – Burgverwalterin

Ein weitere Dauerausstellung heißt „Von Amts wegen“. In der Schreibstube des Amtsschösser Matthäus Horn erfahren die Besucher mehr über die Geschichte des markgräflichen Amtes Leisnig. Solch ein Amt hatte im 15. Jahrhundert viele Aufgaben: Einnahme von Steuern, Geleit und Zoll, Bewirtschaftung des Amtes und der dazugehörigen Eigentümer, Ausübung der Gerichtsbarkeit und Organisation des militärischen Aufgebots.

1504 wird erstmals ein Gefängnis auf Burg Mildenstein erwähnt. Bis 1953 verbrachten Gefangene hier ihre Strafe oder saßen in Untersuchungshaft. Über die geschichtliche Wandlung des Strafvollzugs von Folter bis Freiheitsstrafe erzählt sehr sehr authentisch die Ausstellung oder Detlef Ringsleben. Er weiß um die Geschichten zur Geschichte. „Gefangen-Gefoltert-Gerichtet“ – diese Ausstellung eines der Besuchermagnete, die jährlich zahlreiche Gäste anlocken.

O-Ton Susanne Tiesler

Seit Juni 2017 ist das restaurierte Herrenhaus der Burganlage wieder für die Besucher geöffnet. Hier ist die neue Dauerausstellung „Der Hof der jungen Herrschaft“ – Burg Mildenstein als kurfürstliche Kinderstube untergebracht.

Die Ausstellung im Herrenhaus setzt die interaktive und damit vor allem familienfreundliche Gestaltung fort. Beliebt sind die Möglichkeiten der virtuellen Zeitreise. Im Mittelpunkt steht dabei der „gedeckte Tisch“, der auch die Sonderwünsche der kleinen Herrschaften verrät.

Neben den Hofgewändern, die von jung und alt probiert werden können, lädt ein großes interaktives Wimmelbild zum Mitmachen ein. Dabei lassen sich Marschall, Amme oder den Küchenmeister mittels Tablet entdecken. Natürlich erzählen sie sie von ihren Aufgaben bei Hofe. Neben den Dauerausstellungen wird es 2018 auch mehrere Sonderausstellungen geben.

O-Ton Wiebke Glöckner – Museologin Ausblick: Ausstellungen 2018

Darüber hinaus vermittelt der museale Bereich noch die Dauerausstellung „Die Botschaft der Heiligen – sakrale Plastiken aus fünf Jahrhunderten“.

Herzstück dieser Ausstellung ist der vollständig erhaltene, spätgotische Klappaltar. Der typisch spätgotische Aufsatz besteht aus einem feststehenden Mittelschrein und zwei beweglichen Flügeln. Tafelmalerein zur Passion Christi zieren die Außenseite. Das und noch vielmehr ist hier während der Winterferien zu erleben. Die Burg Mildenstein hat in dieser Zeit von Di – So: von 10:00 bis 16:00 Uhr für große und kleine Besucher geöffnet.

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