Bürgerentscheid in Wechselburg

Nein, es ging nicht um ein Tauschgeschäft unter Adligen, als die Wechselburger aufgerufen waren zu entscheiden, darüber wie es zukünftig mit ihrer Gemeinde weitergeht. Bleibt sie eigenständig oder wird es Verhandlungen über eine Eingliederung nach Rochlitz geben. Die Meinungen der Menschen in der 1900 Seelengemeinde sind geteilt.

Während die einen den Blick auf die von der Schließung bedrohten Grundschule und die demografischen Entwicklung richten, plädieren die anderen für die Eigenständigkeit ihrer Gemeinde.

Die Abstimmung im Vorfeld hoch emotional. Dazu trug auch der Text des Bürgerentscheids bei.

Soll die Gemeinde Wechselburg Verhandlungen mit der Großen Kreisstadt Rochlitz aufnehmen mit dem Ziel, zum 31.12.2018 eine Eingliederung der Gemeinde Wechselburg in die Große Kreisstadt Rochlitz oder eine Vereinigung der Gemeinde Wechselburg mit der Großen Kreisstadt Rochlitz zu erreichen sowie eine entsprechende Vereinbarung über die Gebietsänderung zu erreichen.

Mit Ja oder Nein konnte gevotet werden.

Selbst der Rochlitzer Stadtrat hatte in einer Sondersitzung einen Beschluss gefasst, das man zwar über eine Eingliederung, aber nicht über eine Fusion verhandele.

Die Wahlbeteiligung war sehr hoch, bereits bis zum Mittag hatten 34 Prozent der knapp 1600 Berechtigten abgestimmt.

Am Ende beteiligten sich 1012 Wechselburger, d.h. 64,91 Prozent der Abstimmungs-berechtigten an dem Entscheid. Der fiel denkbar knapp aus. 505 Wechselburger lehnten Verhandlungen zur Eingliederung mit Rochlitz ab, 501 stimmten dafür. Damit ist klar, die Gemeinde Wechselburg und die Stadt Rochlitz werden auf absehbare Zeit nicht zusammengehen, so ist der Wille der Mehrheit.

Im 800. Jahr der Geschichte Wechselburgs lösten die Bürger demokratisch ihren Zwist, aber keine der zukünftigen Herausforderungen. Und die werden nicht weniger auch in Wechselburg.

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