Eisrettung im Wolfstal

Bei plus sechs Grad Außentemperatur verzeichnete das Freibad im Wolfstal den ersten Besucheransturm in diesem Jahr. Dabei war ein Großteil der Angereisten nicht gekommen, um ins kühle und vor allem kalte Nass abzutauchen.

22 taten es im Verlauf des Nachmittags doch. Sie waren mit einem Bleigurt bestückt und in einen Neoprenanzug gehüllt. Zuerst tauchten sie im Eisloch um einen Dummy herauf zu holen und sich anschließend wurden sie selbst zum Geretteten.

Die Wasserwacht Döbeln und der DRK Kreisverbandes Döbeln-Hainichen führten ein öffentliches Training zum Thema „Eisrettung“ durch, wozu auch Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung eingeladen waren und daran teilnahmen.

Das Vorgehen in solch einer Situation birgt auch viele Gefahren für die Retter und muss entsprechend geübt werden. Aber es war nicht nur ein praktischer Test für die Retter, sondern gleichzeitig eine theoretische Wissensauffrischung für die Zuschauer.

„Ruhe bewahren. Flach auf den Bauch legen und zur Einbruchstelle robben, einen festen Gegenstand nutzen, an dem sich der zu Rettende im Eis festhalten kann. Auf keinem Fall, versuchen ihn mit der Hand aus dem Wasser zu ziehen. Das kann sonst andersherum ausgehen“, warnt die Moderatorin Kati Kügler von der Döbelner Wasserwacht.

Nachdem die Wasserwacht und die 18 Retter in unterschiedlicher Konstellation demonstriert hatten, wie mit den unterschiedlichsten Gegenständen gerettet werden kann – von der Rettungsboje bis hin zum Jutebeutel – demonstrierte die Feuerwehr die Rettung mittels Steckleiter. Und auch die gelang.

Im Anschluss wagten sich ca. 20 Hartgesottene in das eiskalte Wasser. Allerdings hätte hier das Eisloch etwas größer sein können.

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