Kriminalstatistik von 2017 vorgestellt

Die Zahl der Straftaten im Freistaat Sachsen ist im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt wurden 323.136 Fälle registriert. Das ist ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gesunken sind die Anzahl der Wohnungseinbruchs- und Kraftfahrzeugdiebstähle sowie Fälle von Grenz- und Gewaltkriminalität. Dem gegenüber hat sich die Zahl der registrierten Rauschgiftdelikte erhöht.

Auch die Fälle von Cyberkriminalität sind gestiegen. Die Aufklärungsquote ist um 3,4 Prozentpunkte gestiegen und lag im Jahr 2017 bei 59,2 Prozent. Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller betonte während der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik: „Wir wollen, dass die Menschen in Sachsen sicher leben. Nur auf dieser Grundlage kann sich unsere Gesellschaft entwickeln und entfalten. Sicherheit schafft Vertrauen in den Staat und ist ein Standortvorteil für Sachsen. Mit dem Personalaufwuchs bei der sächsischen Polizei werden wir diese Sicherheit weiter stärken.“

Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahr 91.500 Tatverdächtige. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 20,7 Prozent. Knapp die Hälfte der nichtdeutschen Tatverdächtigen (9.493) waren Zuwanderer. Ihr Anteil an allen ermittelten Tatverdächtigen beträgt 10,4 Prozent. Die sächsische Staatsregierung hat mit dem Zukunftspakt die Sicherheitspolitik im Freistaat Sachsen entschieden nachgeschärft.

Innenminister Wöller unterstreicht dabei: „Wir werden den Modernisierungsprozess bei der Polizei konsequent fortführen. Ein Großteil der 1.000 neuen Polizistinnen und Polizisten kommt künftig im Streifendienst und bei Einheiten der Kriminalitätsbekämpfung zum Einsatz. Damit stärken wir die Präsenz im ländlichen Raum und an bestimmten Brennpunkten. Mit neuen Befugnissen wird das sächsische Polizeigesetz zudem dabei unterstützen, die Sicherheit hier im Lande weiter auszubauen.“

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