Beseitigung von Winterschäden Straßen beginnt

Der Frühling hält in Mittelsachsen Einzug und damit ändert sich das Aufgabengebiet der Straßenmeistereien: Vom Winterdienst zur Frühjahrsflickung.

Durchschnittlich 125 Tage waren die sechs Straßenmeistereien in Brand-Erbisdorf, Döbeln, Hainichen. Rochlitz, Freiberg und Mühlau seit Oktober im Einsatz. Dies waren 25 Tage mehr im Vergleich zum Vorjahressaison. Der Verbrauch des Streusalzes ist hingegen gesunken: von 14000 auf 9000 Tonnen. „Der Winter verlief bis auf wenige Tage mild.

Durch die kühlen Temperaturen in den Morgenstunden waren die Mitarbeiter unterwegs und mussten nur punktuell, aber in Tagen gesehen oft streuen“, erklärt der zuständige Referatsleiter im Landratsamt Dirk Schlimper die Diskrepanz zwischen der höheren Zahl an Einsätzen und dem niedrigeren Salzverbrauch.

Landrat Matthias Damm bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Beschäftigten und Fremdfirmen für deren Engagement: „Es ist eine große Herausforderung und Aufgabe, Tag für Tag die Straßen zu präparieren und so die Sicherheit für uns Verkehrsteilnehmer erheblich zu erhöhen.“ Trotz aller Bemühungen konnte es aufgrund schwieriger Wetterlagen, beispielsweise in Form von Schneeverwehungen, zu Einschränkungen kommen.

„Wir haben es mit Natur zu tun und da sind trotz vorhandener Schneezäune und eines dauerhaften Einsatzes auch die Grenzen des Winterdienstes sichtbar“, ergänzt Dirk Schlimper. Derzeit bleiben noch ein bis zwei Fahrzeuge pro Meisterei mit der entsprechenden Technik ausgerüstet, um in kalten Nächten schnell reagieren zu können. In der eigenen Amtswerkstatt in Hainichen werden die Streuer und Schieber in den Sommermonaten geprüft, Verschleißteile ersetzt und gegebenenfalls repariert. Außerdem werden die Streusalzlager in den Meistereien wieder aufgefüllt. Sie haben eine Kapazität von insgesamt 8200 Tonnen.

Der milde Winter hat an den Straßenkörpern des 1600 Kilometerlangen Netzes an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen seine Spuren hinterlassen. „Der häufige Wechsel der Temperaturen um den Bereich des Gefrierpunktes hat den Strecken zugesetzt“, so Schlimper. Erste Reparaturmaßnahmen laufen bereits seit vergangener Woche. Zunächst sind die schlimmsten Stellen in der Priorität ganz oben. So genanntes Heißmischgut wird dabei für die Beseitigung der Schadstellen eingesetzt. Schwerpunkte bilden dabei die Bundesstraßen 107, 169, 173 und 180, die Staatsstraße 241 zwischen Mühlau und Burgstädt, die Kreisstraßen 7530 zwischen Schweta und der Staatsstraße 34 sowie die K 8212 zwischen Mittweida und Ringethal.

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der „Frühjahrsflickung“ rund 2400 Tonnen Asphalt in Eigenleistung mit einem Volumen von rund 180.000 Euro verbaut. „Wir gehen derzeit von einem ähnlichen Wert in diesem Jahr aus“, so Schlimper. Er betont, dass derzeit die schlimmsten Schadstellen bis Juni beseitigt werden. Im Anschluss folgen großflächigere Ausbesserungen. Dabei werden größere Teile der Straße entsprechend ausgefräst und neu asphaltiert werden. „Dies geschieht je nach Zuständigkeit im Bereich der Bundes- und Staatsstraßen in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Straßen und Verkehr“, erläutert der Referatsleiter abschließend.

Quelle: Landratsamt Mittelsachsen

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