SV Germania gewinnt nach Aufholjagd

Der SV Germania Mittweida ist seit Rückrundenbeginn in eine neue Rolle geschlüpft. Als Tabellenführer ist das Schneiderteam in jeder Begegnung der Favorit. So auch am vergangenen Sonnabend als der Tabellenelfte der SV Wesenitztal in Mittweida anreiste.

Die Gastgeber erwischten an diesem 18. Spieltag der Landesklasse Mitte einen Topstart. Markus Pietsch köpfte in der 3. Minute den von Grötzsch lang geschlagenen Freistoß ins Tor der Gäste.

Im Anschluss hatte Silvio Grötzsch per Freistoß noch die Chance zum zweiten Treffer, aber Gästekeeper Alfred Leuner sicher.

Auch bei der nächsten Aktion kam der Mittweidaer Kapitän zum Abschluss, allerdings landete der Ball weit neben dem Tor. Da waren 15. Minuten gespielt.

Eine Minute später hatte der Kapitän erneut die Chance. Wesenitztal baute auf mit Yükceker und Böhme. Dann der weite Ball auf Knöfel vorher von Götze abgewehrt von Borchardt verlängert auf Grötzsch und Ryssell. Da ging die Post ab aber Alfred Leuner nahm das Päckchen vor Grötzsch entgegen.

Dann folgten schwere Minuten für die Mittweidaer. Die verloren den Faden und die Gäste nahmen ihn auf. In der 18. Minute stand es 1:1. Böhme zirkelte den Ball von der linken Strafraumgrenze in die Maschen. Die Germania angeschlagen, die Gäste in Spiellaune. Wesenitztal kam mit Yükceker über rechts, Rudolph verlängert und Knöfel aus der Drehung platzierte den Ball in die Maschen. 2:1 für die Gäste. Und die hatten noch nicht fertig, denn in der 26. Minute traf Kühn nur das Gebälk.

Vier Minuten später Freistoß für die Gäste. Kühns Ball wird abgefälscht Braun fackelt nicht lange. Aber diesmal drohte wenig Gefahr.

In der 31. kamen dann noch einmal die Germania zurück. Götze aus der Distanz. Mit dem 2:1 Rückstand ging es dann in die Kabine.

Es dürfte ziemlich laut geworden sein in der Kabine der Germania. Und die Marschroute war schon in Spielminute 46 klar auszumachen.

Allerdings ließen sich die Gastgeber in Sachsen Umkehrspiel viel zu viel Zeit der Gegner konnte sich formieren, war aber beim Abspiel hilfreich. Kevin Pittroff konnte kein Kapital daraus schlagen. Leuner auf dem Posten.

Pittroff war auch nächsten Spielzug beteiligt. Ryssell und Hahn erledigten die Vorarbeit. Ein schöner Ausflug über die Außenbahn, den sollten die Mittweidaer viel öfter wagen. Damit öffnen sich Räume und der Gegner macht Fehler. Eckball Germania.

Langsam machten sich die taktischen Änderungen in den zweiten 45 Minuten bemerkbar. Pittroff – als Stürmer nahm seine Rolle an und – riss immer wieder Lücken in die Wesenitztaler Abwehr.

Für das 2:2 sorgte in der 63. Minute ein anderer. Außenverteidiger Markus Pietsch war er per Kopf zur Stelle. Den Einwurf brachte Wilsdorf ins Spiel.

Germania war nun voll da, der Will das Ding noch zu drehen unbändig. Im Mittelfeld erkämpften sich die Mittweidaer den Ball, Kapitän Silvio Grötzsch ging auf und davon und vollendete überlegt zum 3:2.

Nun wurde die Partie etwas ruppiger. In der 73. Minute wurde Toni Hahn bei einem Konter im Strafraum zu Fall gebracht. Patrick Richter verwandelte den fälligen Strafstoß souverän. 4:2 in der 76. Minute. Da dürfte nichts mehr anbrennen.

Daran änderte auch die nächste Szene nichts mehr. Eckball der Wesnitztaler. John Braun versuchte es aus der Distanz.

Die 83. Minute Eckball Silvio Grötzsch und Markus Pietsch. Glück für die Gäste.

Auch die nächste Aktion der Gastgeber über Toni Hahn eingeleitet und von Kevin Pittroff abgeschlossen, war sehenswert. Das Toni Hahn zum Spielaufbau beiträgt und spielerisch viel Potential hat, müsste auch dem letzten Zweifler umstimmen. Mit der Kombination Hahn und Pittroff hat Coach Schneider eine recht frische taktische Alternative.

Fazit: Der SV Germania kann auch Rückstand und Kampf. Es war ein sehenswertes Spiel, weil die Gäste phasenweise ihr Spiel durchdrückten und Germania zwangen taktisch und athletisch zu reagieren. Schade war nur, dass viel zu wenige Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Ein paar Sitzplätze waren noch frei. Am Samstag geht es nach Coswig und am 28. April kommt Possendorf nach Mittweida und Sie, Sie und Sie bitte auch.

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