Ein Weitgereister kehrt zurück

Dieser Tag geht in die Geschichte der Stadt Waldheim ein. Zahlreiche Besucher, viele Waldheimer und einige Gäste fanden sich auf dem Friedhof ein. Sie alle wollten dabei sein, wenn ein Weitgereister zurückkehrt.

In der Friedhofskapelle Blumengrüße, die Urne mit einem Teil der Asche und ein Bildnis von Lama Anagarika Govinda. Ihn galt es an diesem Tag zu ehren. Festredner erinnerten an Stationen seines Lebens.

Lama Anagarika Govinda wurde am 17. Mai 1898 in Waldheim als Ernst Lothar Hoffmann geboren. In seiner Rede beschrieb ihn Bürgermeister Steffen Ernst als einen Menschen, der auf allen Stationen seines Lebens von Europa über Afrika nach Asien und Amerika Spuren hinterlassen habe. „Indem heute, am 20. April 2018, 33 Jahre nach seinem Tod ein Teil seiner Asche in einem Ehrengrab der Heimatstadt Waldheim beigesetzt wird, schließt sich ein Kreis.“ sagte Ernst und fuhr fort.

O-Ton Steffen Ernst

„Ein Weitgereister kehrt dorthin zurück, wo sein der Kunst, Kultur und Wissenschaft gewidmeter Lebensweg vor 120 Jahren seinen Ausgang genommen hat.“

Auch Professor Dr. Volker Zotz von der Lama und Li Gotami Govinda Stiftung Pforzheim sprach einige Worte des Gedenkens an Lama Anagarika Govinda.

Er begrüßte unter den Gästen einen buddhistischen Abt, Vertreter aus der Politik auch seinen Vorgänger Dr. Martin Gottmann. „33 Jahre nach dem Tod eines Menschen zu bestatten in seinem Geburtsort ist eine ungewöhnliche Sache“, sagte Professor Volker Zotz und sagte weiter: …

O-Ton Professor Dr. Volker Zotz

Daraufhin wurde von buddhistischen Würdenträgern beschlossen, die Asche Govindas zu teilen und sie in Europa, wo er herkommt, in Indien, wo er die längste Zeit seines Lebens gewesen ist und in Amerika, wo er gestorben ist, beizusetzen.

In seiner Rede ging er auch auf das Ehrengrab in Waldheim ein.

O-Ton Professor Dr. Volker Zotz

Der Abt Bhiksu Thich Hanh Tan und seine Begleitung aus dem Amitayus Kloster ehrten Govinda mit einem buddhistischen Segensspruch.

Dann ging die Urne mit den Überresten von Lama Anagarika Govinda auf die letzte Reise. Musikalisch begleitet legte der Zug die letzten Meter der Heimkehr des Weitgereisten zurück.

In Waldheimer Erde gebetet, erinnert das Ehrengrab mit Stein und seinem Relief an eine außergewöhnliche Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts.

Zahlreiche Menschen erwiesen Lama Anagarika Govinda diese späte Ehre.

Im Anschluss an die feierliche Urnenbeisetzung sagte Professor Volker Zotz: „Wir danken dem ehrwürdigen Abt für die Zeremonie. Wir bedanken uns bei den Besuchern und der Stadt Waldheim für die würdige Gedenkstätte.“

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