Kriminalstatistik MW 2017

Die letzte Sitzung des Mittweidaer Stadtrates nutzte der Leiter des Mittweidaer Polizeireviers, Ulrich Scherzer, dafür sich aber vor allem die Mittweidaer Kriminalstatistik für 2017 vorzustellen.

Auch wenn der Revierleiter viel Positives berichten konnte, in Mittweida gibt es einige Problemfelder. Vor allem bei der Rauschgiftkriminalität.

Hier gab es einen deutlichen Anstieg. Im Bereich polizeilich erfasster Drogendelikte stieg die Anzahl von 38 auf 62 Delikte. Ähnlich hoch war die Statistik schon einmal 2015.

Woher der aktuell deutliche Anstieg rührte, konnte der Mittweidaer Revierleiter nicht begründen. Er verwies darauf, dass Drogendelikte vor allem Kontrolldelikte sind.

Je mehr kontrolliert wird, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, fündig zu werden. „Drogen werden bei der ganzen Bandbreite der Gesellschaft aufgefunden.“, sagte Scherzer und erläuterte weiter. Drogen seien nicht nur im Studentenumfeld Thema. Die Polizei habe in Mittweida keinen Schwerpunkt ausgemacht, weder in den Schwanenteichanlagen, noch am Gymnasium. Zwischen Rauschgiftdelikten und der Herkunft mutmaßlicher Täter gebe es keinen Zusammenhang. Gefunden worden sei vor allem Marihuana, aber auch Crystal und Heroin. Kokain spiele keine Rolle.

Die Thematik beschäftigte die Räte aller Fraktionen. Oberbürgermeister Ralf Schreiber kündigte Gespräche mit den Schulen und Schulsozialarbeitern an.

Aber auch positive Zahlen hatte der Mittweidaer Revierleiter im Gepäck.

Die Zahl der insgesamt erfassten Straftaten ist von 987 im Jahr 2016 auf 806 im Jahr 2017 zurückgegangen. Das sind 181 Straftaten weniger. Allerdings fiel die Aufklärungsquote von 61,5 auf 58,9 Prozent. Bei den Diebstählen unter erschwerenden Umständen kamen 22 Delikte weniger als 2016 zur Anzeige. Im vergangenen Jahr waren es in Mittweida 189.

Bei den Wohnungseinbrüchen gab es 12, also drei weniger als 2016. Besonders deutlich ging die Zahl der Körperverletzungen zurück. Mit 66 waren es 2017 gut 1/3 weniger als im Jahr davor. Die Anzahl der Sachbeschädigungen gingen mit 111 Fällen um 49 deutlich zurück. Bei den Brandstiftungen wurden vier Fälle, d.h. 1 Fall weniger, registriert.

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