Neue Ausstellung im Waldheimer Museumshaus

Am vergangenen Freitagabend öffnete sich im Stadt- und Museumshaus der zweite Koffer der Dauerausstellung „Aus Waldheim in die Welt“. Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung des zweiten Teils der Waldheimer Stadtgeschichten gekommen.

„Körper/Kult/Geschichte – Made in Waldheim“ hieß sie und widmet sich dem Waldheimer Unternehmer Adolf Heinrich August Bergmann, dem Erfinder der Zahnseife sowie der Entwicklung der Marke mit den blau-weißen Dosen.

Die Leiterin des Stadt- und Museumshauses Katja Treppschuh gab im Vorfeld Einblicke die Firmengeschichte und das Leben von Gründer Bergmann. Der entwickelte unter anderem künstliche Düngemittel. Nebenbei kam er auf die Idee, was gegen Ackerschädlinge hilft, könnte doch auch bei Menschen wirken. So erfand er 1851 die Zahnseife, die er ab 1852 in seiner „Waldheimer Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik“ produzieren ließ. Er legte damit den Grundstein für ein Unternehmen, das sich zu einer weltbekannten Firma entwickelte.

Um die Jahrhundertwende war diese ein florierendes Unternehmen mit 800 verschiedenen Artikeln im Sortiment und Arbeitgeber für 75 Personen.

1904 wurden die Produktbezeichnungen Rosodont und Brunodont offiziell als Markennamen eingetragen, 1920 der Produktname Florena entwickelt.

Die Zahnseife half dem Unternehmen über schwierige Zeiten wie die Weltkriege oder die Weltwirtschaftskrise hinweg.

1946 wurde die Familie Bergmann enteignet. Der Betrieb hieß bis 1970 Rosodont-Werk Waldheim, danach Florena. Heute gehört das Unternehmen zur Beiersdorf AG.

Die Ausstellung im Stadt- und Museumshaus wartet mit einigen Raritäten auf. Dabei haben ehemalige Florena-Mitarbeiter mit ihrem Fachwissen und Leihgaben geholfen. Und so gibt es ein Wiedersehen mit der Werbefigur Florena und manchem Aha-Effekt.

Sogar Duftproben sind möglich bei „Körper/Kult/Geschichte – Made in Waldheim“.

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