Gugge ma – Schalmei, Pipe & Co

Die Besucher der zweiten Ausgabe von „Gugge ma – Schalmei, Pipe & Co“ waren bereit um am vorletzten Juliwochenende das Musik- und Familienfest im Kloster Buch zu feiern.

Ob auf der großen Wiese, im Kuhstall oder im Innenhof. Musik war allgegenwärtig, das Kloster an diesem Wochenende Spielstätte eines Musikfestivals.

Neben traditionellen Blasorchestern spielten an diesem historischen Ort Schalmeien-Gruppen, Pipe-Bands und Gugge-Formationen.

Auch Straßenmusik gab es, zum Beispiel mit den Wurzener Stadtmusikanten. Die fünf Musiker spielten mit viel Witz und etwas Gelassenheit auf. Ihre kabarettistischen Texte strotzen vor schwarzem Humor und Selbstironie. Den Leuten gefiel es.

Auch bei der Schalmeienzunft Hartmannsdorf ging das Publikum mit. Dabei kam das Repertoire vom Schlager bis zum Kinderlied gut an. „Kam ein kleiner Teddybär“ konnten im Klosterhof fast alle mitsingen. Die Musiker luden zu ihrem 45-jährigen Jubiläum im September ein.

21 musikalische Acts waren bei „Gugge ma – Schalmei, Pipe & Co“ in Kloster Buch angesagt.

Bei der handgemachter Musik wurde abseits der großen Bühne auch beim Rahmenprogramm Hand angelegt. Kulinarische und handwerkliche Angebote bzw. Informationen lockten an den zahlreichen Ständen im Hof und im Kuhstall.

Von den Akteuren kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass sie vom Tuten und Blasen jede Menge Ahnung haben, sind sie doch alle Mitglieder in Blaskapellen – ob Schalmeien-Gruppe oder Pipe-Band, Gugge-Formation oder traditionelles Blasorchester. Als der Mittelsächsische Kultursommer die Veranstaltung in Klosterbuch damit bewarb, dürfte er sich auf Formationen wie die „Crest of Gordon City of Bremen Pipes & Drums“ bezogen haben. Seit 2011 kommen die Bremer nach Kloster Buch und fühlen sich hier wohl, nicht zuletzt darum, weil sie hier auch auf die „Dresdner Pipes & Drums“ treffen. Ihre Einzelauftritte waren genauso ein gefeierter Publikumsmagnet wie das Tattoo der Pipebands.

Sie durfte natürlich nicht fehlen in Kloster Buch, die Guggenmusik. Der Pegauer Guggenmusikverein „Blablös“ legte sich im Klosterhof mächtig ins Zeug.

Guggenmusik ist Blasmusik, die wohl im süddeutschen Raum in der Fasenacht ihren Ursprung hat. Dabei handelt es sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene Art „schräg“ gespielte Musik. Die Musiker sind dabei oft verkleidet.

Schräg im Sinne von nicht alltäglich war auch der Auftritt der „Tam Tam Combony“. Sie sorgte im Kuhstall für „Danzmusik“ und Stimmung. Mit ihrem speziellen Instrumentarium schreckte sie musikalisch vor nichts zurück. Vom russischen Volkslied bis zu ABBA war so einiges am Start.

Beim Tattoo der Pipebands fragten sich die nicht Eingeweihten, was hat tätowierte Haut mit schottischer Musik zu tun?

Als „Tattoo“ bezeichnet man auch musikalische Veranstaltungen mit Militärbands und marschierenden Formationen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Niederländischen. Er wurde als „Tapp too“ verwendet, um früher den in Gasthäusern befindlichen Soldaten zu vorgerückter Stunde den „Zapfenstreich“ zu verkünden.

Nach dem Zapfenstreich von „Gugge ma – Schalmei, Pipe & Co“ am Sonntag zog der Veranstalter Bilanz. Der Miskus war mit dem Verlauf des Musik- und Familienfestes sehr zufrieden.

Mit rund 2600 kamen, den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet, weniger Besucher als erwartet. 2016 waren es knapp 3.000 Besucher.

„Gugge ma Schalmei, Pipe & Co“ wechselt sich im Zweijahresrhythmus mit „Pipes, drums and more“ ab.

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