Musik macht eine gute Figur bei „Kunst am Wasser“

Während das Symposium in den vergangenen Jahren vor allem die Holzbildhauer mit ihren Kettensägen rockten, übernahmen das bei der 18. Künstlersession „Kunst am Wasser“ die Musiker selbst. Die 2018er Auflage der Veranstaltung kam in neuartiger Form daher. Die Holzbildhauerkunst wurde mit dem Faktor Musik multipliziert.

Parallel zum Kettensägen rasseln komponierte und musizierte ein gutes Dutzend vor allem junger Musiker aus Australien, Mittelsachsen und Dresden neue Lieder. Dabei rausgekommen sind Titel wie „Down By The Water“ – auf Deutsch: Unten am Wasser. Woher die Inspiration dafür kam, liegt auf der Hand.

Megan Longhurst, Otto (weltwärts), Ines Herrmann und Daniel Lowe, der Schlagzeuger von „Joeys Oz Music Band“, eröffneten mit diesem Titel die Prämierung der Skulpturen und deren Schöpfer bei „Kunst am Wasser“.

Und so sieht sie aus, die Siegerin Doreen Wehrhold. Die aus Thüringen stammende Künstlerin verwirklichte mit Lärchenholz ihre Vorstellung von „Flusskind“ – einem in Japan beheimateten Mischwesen aus Frosch, Affe und Schildkröte. „Dieser Geist soll die Heimatgewässer und deren Bewohner beschützen“, sagte sie bei der Präsentation der Werke vor der Jury. Denn die bewertete kurz zuvor die drei Kunstwerke.

Auch die des Künstlerpaares Anna und Michael Rofka aus Konstanz. Sie schufen unter dem Titel „Xylophon“ eine gut zwei Meter hohe und bespielbare Skulptur aus Eschenholz. Sie teilten sich den zweiten Platz mit Urban Stark. Der in Belgien lebende Künstler war schon im Vorjahr dabei. 2018 trat er mit dem Projekt „Kunst bringt die Welt nach Kriebstein“ an. Das verkörpern drei bemalte Weltkugeln, die sinnbildlich auf dem Kriebsteinsee schwimmen.

Der Belgier mit den deutschen Wurzeln war vor allem von diesem Lied begeistert, geschrieben haben den Song mit Gassenhauermentalität Matthew & Miller und Martin, der Schraubenyeti.

26 Titel in Deutsch oder Englisch entstanden im Singer-Songwriter-Sommercamp, erzählte Anika Jankowski vom Musikverlag „Oh, my music“. 21 davon präsentierten die Musiker am Sonntag auf der Seebühne Kriebstein. Auf die Frage, was mit den Songs nach dem Camps geschieht sagte sie uns: „Die Künstler haben die Rechte auf ihre Werke, können diese selbst veröffentlichen.“

Entstanden ist unter anderem auch dieses Lied. Es animiert musikertypisch zum Wasser sparen. „Save Water drink Beer“. Vielleicht eine Hommage an den Sponsor der Veranstaltung.

Fazit: Die Verbindung von Holzbildhauer-Symposium „Kunst am Wasser“ und Singer-Songwriter-sommercamp war dem Mittelsächsischen Kultursommer gelungen.

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