12. Internationales Motorbootrennen in Kriebstein

3550 zahlende Gäste und sommerlich warme Temperaturen sorgten dafür, dass das Rennwochenende auf der Talsperre Kriebstein ein erfolgreiches war. Nach einem Jahr Pause wegen hoher Verluste im Jahr 2016 sowie einigen Änderungen an der Veranstaltung, kamen die Motorsportfreunde wieder zahlreich nach Kriebstein. Beim Rennen 2016 waren es noch 2700 zahlende Besucher. Für die Neuauflage wurden die Rennklassen von vier auf zwei reduziert – den WM-Lauf in der Formel 250 und den EM-Lauf in der Formel R 1000. Insgesamt 28 Fahrer aus Deutschland, Italien, Großbritannien, den USA, Ungarn, Österreich, Ukraine, Bulgarien und Lettland waren angereist, um Punkte für die Weltmeister- oder die Europameisterschaft zu sammeln. Am Sonnabend fanden die Trainings- und Qualifikationsläufe in den einzelnen Klassen statt.

Außerdem absolvierten die O 250 und FR 1000 ihren ersten Lauf. Am Sonntag wurden die Läufe zu der deutschen Meisterschaft und der Europameisterschaft ausgetragen. Zum Europameisterschaftslauf Formel R1000 gehörten 4 Läufe á 8 Runden, wobei es einen Streichlauf gab. Die Rennboote in der Klasse R 1000 können Geschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometer. Auf dem Wasser schenkten sich die Piloten nichts. In dieser Kategorie nahm Peter Heibuch vom Motor Yacht Club Preußen 1000 EM-Punkte aus Kriebstein mit. Zweiter wurde sein Vereinskollege Ulf Stute vor dem Letten Jevgenis Anikejevs. Ganz nach dem Geschmack des Publikums war an beiden Tagen die Motorboot Klassik Präsentation.

Der WM-Lauf umfasste drei Läufe mit je acht Runden. Eine Rundenlänge betrug 1500 Meter. Der Italiener Claudio Fanzini entschied die ersten beiden von drei Läufen für sich. Im dritten Lauf siegte Landsmann Ongari, der mit 5:51,3 Minuten die acht Runden des Rennens am schnellsten absolvierte. Nach den drei Läufen der Formel 250 standen mit Claudio Fanzini und Andrea Ongari zwei Italiener auf dem Siegerpodest. Dritter im Gesamtklassement wurde der Ungar Peter Bodor. Die Veranstalter vom Zweckverband Kriebsteintalsperre und vom ADAC konnten sich am Wochenende über spannende, unfallfreie Wettkämpfe und zahlreiche begeisterte Zuschauer freuen.

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