Graffiti gegen Schubladen-Denken – Jugend Für Morgen in Döbeln

Am 04. Oktober wurde der Saal des Volkshauses Döbeln zum Malsaal für einen Tag. Hier wurde getupft, gepinselt und gesprayt. Der Fußboden war entsprechend geschützt und mit Flies und Papierbahnen ausgelegt. Ein Kunstwerk sollte entstehen, was auf Wanderschaft geht. Aber das war noch nicht alles. Die jungen Leute an den Tischen sind Döbelner Schüler und Teilnehmer der Initiative „Jugend Für Morgen“. Jeweils sieben Schülerinnen und Schüler aus dem Lessing-Gymnasium und der Oberschule Am Holländer beteiligten sich im Rahmen des Projektes an der Kunstaktion. Sie gestalteten gemeinsam mit dem freischaffenden Künstler Jens Ossada je eine Leinwand mit einem Graffiti. Aus den insgesamt 15 Tafeln entstand ein Gesamtkunstwerk unter dem Leitmotiv „Schubladendenken“.

Mit dem „Wander-Graffiti“ wollen die Jugendlichen als erstes Vorurteile abbauen, Schubladen- und Schwarz-Weiß-Denken aufweichen. Gegründet wurde „Jugend Für Morgen“ von Michelle-Finsel Mitschke und Anna-Lina Matz, Zwölftklässlerinnen des Lessing-Gymnasiums. Unterstützt wurden sie dabei von Nicole Schütze vom Verein Freiberger Agenda 21. Die Interessengruppe „Jugend Für Morgen“ will mit verschiedenen Projekten aktiv Kinder und Jugendliche in Döbeln unterstützen und fördern. Die Ideen der Jugendlichen werden in einer „Jugendideenkonferenz“, einer Art Schülerparlament eingebracht. Dort sind sie parteiunabhängig vernetzt und so an demokratischen Prozessen in der Stadt beteiligt. Denn regelmäßig alle paar Monate sollen dann aus diesem Gremium die Anliegen der Kinder und Jugendlichen an den Stadtrat und seine Gremien herangetragen werden. Das Kunstwerk aus 15 Tafeln zum Thema wird nun am Gymnasium, anschließend an der Oberschule und danach im Rathaus ausgestellt.

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