Masernerkrankung in Mittelsachsen nachgewiesen

Im Landkreis Mittelsachsen ist eine Masernerkrankung nachgewiesen worden.
Es handelt es sich dabei um eine ungeimpfte erwachsene Person. Sie wird in einer Klinik behandelt.

Nach eigenen Angaben hat das Gesundheitsamt Mittelsachsen Maßnahmen ergriffen nach dem Sächsischen Herdbekämpfungsprogramm Masern. So werden jetzt wiederum Kontaktpersonen ermittelt, der Impfstatus geprüft und Untersuchungen angeordnet.
Die letzten Masernerkrankungen im Landkreis Mittelsachsen traten im Jahr 2017 auf. Die erkrankte Person war von einer Reise aus dem Nahen Osten zurückgekehrt.

Die Masernerkrankung gehört zu den ansteckendsten Erkrankungen, die nur beim Menschen vorkommt und durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen oder durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen wird. Krankheitszeichen können hohes Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündung sein.
Nach drei bis vier Tagen zeigt sich ein grobfleckiger Hautausschlag, der typischerweise hinter den Ohren beginnt
und sich innerhalb von 24 Stunden über den Körper ausbreitet.
An der Wangenschleimhaut können weißliche, ein bis zwei Millimeter große, sogenannte Koplik- Flecken sichtbar werden.
Als Komplikationen können Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder die in ca. 30 % tödlich verlaufende
oder zu bleibender Behinderung führende Hirnentzündung auftreten. Nach Angaben des Robert- Koch- Instituts ist das Risiko
schwer verlaufender Komplikationen bei Kindern unter 5 Jahren und bei Erwachsenen über 20 Jahren am höchsten.

Schutzimpfungen gegen übertragbare Krankheiten schützen den Einzelnen vor Ansteckung und Erkrankung und die Allgemeinheit vor der Ausbreitung einer Krankheit, heißt es in einer Meldung des Landratsamtes Mittelsachsen.

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