Das Zappelphilipp-Syndrom – ADHS oder einfach nur hibbelig? Patientenforum am 15. Mai 2019 klärt auf

Das Zappelphilipp-Syndrom – ADHS oder einfach nur hibbelig? Patientenforum am 15. Mai 2019 klärt auf

Kinder und Jugendliche, die sich selbst und ihre Eltern, Erzieher und Lehrer von früh bis spät auf Trapp halten und ihnen manchmal „die letzten Nerven“ rauben:
Das kaum zu beruhigende, sich ständig in Bewegung befindliche impulsive Kleinkind, das unruhig-zappelnde oder verträumte Schulkind, das große Schwierigkeiten hat, dem Unterricht zu folgen, der impulsiv-aggressive Jugendliche, der lieber schnell und heftig handelt, um vermeintliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, als über mögliche Ursachen und deren Folgen überhaupt nachzudenken.
Für die Eltern eine Herausforderung: Kinder sollen und müssen sich viel bewegen, können oft wenig warten, wenn sie einen Wunsch haben, und langes Lernen ist ihnen nicht immer eine Freude.
Aber was gehört zur gesunden, normalen Entwicklung eines Kindes und Jugendlichen, und was ist nicht mehr gesund und normal? Wann benötigt ein Kind (und seine Familie) Hilfe und Unterstützung? Wann sprechen wir von einer Verhaltensstörung und stellen die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS), einer Diagnose mit eingreifenden und langwierigen Folgen für die Betroffenen, oft bis in das Erwachsenenalter hinein, mit häufigen Kontakten zu Ärzten, Therapeuten, Lehrern und zu Jugendämtern.
Einem Bericht des deutschen Ärzteblattes zufolge stieg die Häufigkeit von ADHS-Diagnosen zwischen 2009 und 2014 bei 0- bis 17-Jährigen von 5,0 % auf 6,1 % (mit einem Maximum von 13,9 % bei 9-jährigen Jungen) an.
Gibt es wirklich eine Zunahme des Störungsbildes ADHS oder wird die Diagnose nur einfach häufiger gestellt und inzwischen bis weit ins Erwachsenenalter auch mit entsprechenden Medikamenten behandelt? Was können Eltern tun, um ihren Kindern zu helfen? Welche Therapien und welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Um eine Annäherung an diese Fragen soll es im Patientenforum am 15.05.2019 um 17.00 Uhr im Krankenhaus Mittweida gehen. Die Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Barbara Freudenthal, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, möchte zur Diagnostik und Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen Informationen beitragen und insbesondere zur Diskussion um den Umgang der oft sehr verunsicherten Eltern und Helfer mit der Diagnose ADHS anregen. Nach dem Referat können Fragen zum Thema gestellt und bestehende Probleme diskutiert werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Veranstaltungsdaten in Kürze:
Was: „Das Zappelphilipp-Syndrom: ADHS oder einfach nur hibbelig?“
Wann: Mittwoch 15.05.2019, 17.00 Uhr
Wo: Krankenhaus Mittweida, Großer Konferenzraum,
Hainichener Straße 4 – 6, 09648 Mittweida

Quelle:Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH

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