Auch Ernte 2019 unter dem mehrjährigen Durchschnit

Zwar konnten die Erträge des Dürrejahres 2018 bei fast allen Ackerkulturen in diesem Jahr übertroffen werden, doch blieben alle außer der Wintergerste unter dem mehrjährigen Mittel. Diese Bilanz über die vorläufigen Ernteergebnisse 2019 zog Staatsminister Thomas Schmidt am 26. August in Claußnitz gemeinsam mit dem Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel. Nach den bisherigen Druschergebnissen liege der durchschnittliche Hektarertrag aller Getreidearten (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bei 66,5 Dezitonnen pro Hektar und damit um zehn Prozent über dem niedrigen Vorjahresertrag (60,3 Dezitonnen pro Hektar), jedoch fünf Prozent unter dem mehrjährigen Mittel (70,0 Dezitonnen pro Hektar im Mittel der Jahre 2013 bis 2018). Bei allen Kulturen sind je nach Niederschlagsmengen erhebliche regionale Ertragsunterschiede zu verzeichnen. Die geringen Erträge sind vor allem in der Witterung begründet. So hatten die früh zu säenden Winterkulturen Gerste und Raps aufgrund der Trockenheit im vergangenen Jahr bereits einen schwachen und ungleichmäßigen Aufgang zu verzeichnen Im Obstanbau wird für Äpfel derzeit ein Ertrag von etwa 70 000 Tonnen Äpfel erwartet, aber eine Ertragsprognose ist wegen der starken Hagelschäden schwierig. In „normalen“ Jahren werden rund 90 000 Tonnen erreicht. Bereits in den Jahren 2017 (69 714 Tonnen) und 2018 (75 390 Tonnen) hatten Frost und Dürre für deutlich unterdurchschnittliche Ernten gesorgt.

Mittelsachsen TV

Kostenfrei
Ansehen