Kriebstein – Gelungene Premiere

Ohne den Unbedenklichkeitscheck und dessen Bestätigung mit einem goldenen Armband am Testzelt des Studentenrates Mittweida war die Eintrittskarte zur Operettenpremiere auf der Seebühne in Kriebstein nichts wert. Und auch die mittlerweile schon obligatorischen Hygieneauflagen ertrugen Künstler und Zuschauer geduldig. Denn sie wollten dabei sein, wenn es wieder richtig losgeht am Mittelsächsischen Theater.

Und es ging richtig los, „Open Air“ mit Emmerich Kálmáns Stück die „Csárdásfürstin“. Ursprünglich war es schon für den vergangenen Sommer geplant und am Abend des 11. Juni war es soweit – endlich Premiere. Und auch der Wettergott entpuppte sich als Operettenfreund.

Rund 450 Zuschauer auf den trotz coronagerechter Abstände gut besetzten Rängen feierten das Ensemble mit Solisten, Opernchor, Musicaldarstellern und Komparsen. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister José Luis Gutiérrez, Sergio Raonic Lukovic inszenierte im Bühnenbild von Tilo Staudte. Nina Reichmann entwarf die Kostüme und Nicole Eckenigk zeichnete sich für die Choreografien verantwortlich.

Beste Voraussetzungen die Komödie um die Varietésängerin Sylva Varescu und die Irrungen und Wirrungen um standesgemäße Hochzeiten im Hause von und zu Lippert Weylersheim auf die Bühne zu zaubern.

Die reduzierte Spielfassung bot unterhaltsam genügend Raum für Theatralik, ironischen Anspielungen auf die aktuelle Lage, witzigen Dialoge und natürlich den Hits der Operette. Gesungen und getanzt auf Abstand. Die präsentierten an diesem Abend Tonje Haugland in der Titelrolle, Frank Unger als Graf Edwin, Lindsay Funchal als Komtesse Stasi und Johannes Pietzonka als Boni Cancciano. Adelheid Brandstetter als Anhilte von und zu Lippert-Weylersheim und Andreas Pannach als ihr Mann Leopold Maria. Nach 1 Stunde und vierzig Minute war sie erzählt, die Operette Csárdásfürstin in einer sehenswerten Aufführung.

Bis zum 8. August ist diese über 20-mal auf der Seebühne Kriebstein zu erleben.

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