Richtfest und straffer Zeitplan

„Wir werden mit dem Technikumplatz 1 einen städtebaulichen Akzent setzen. Nicht nur Großstädte vertragen solche Akzente auch kleine und mittlere Städte sollten den Mut haben, so etwas zu tun. Das gehört zur Lebensqualität dazu“, sagte Oberbürgermeister Ralf Schreiber anlässlich des Richtfestes Neubau des ehemaligen Hotel & Ballhaus „Stadt Chemnitz“ zur Stadtbibliothek. Zum Richtfest am Nachmittag des 27. September waren rund 40 Gäste geladen, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft und natürlich den daran beteiligten Baufirmen.

Bereits im Sommer des vergangenen Jahres erfolgte die Denkmalgerechte Sicherung und Bergung historischer Bauelemente sowie der Teilabriss. Im Herbst 2020 begannen die Bauarbeiten, im Dezember erfolgte die Grundsteinlegung. Das Gebäude am Technikumplatz 1a hat eine mehr als 100jährige Geschichte.

1900 öffnete der Europäische Hof, wurde 1917 zum „Hotel Stadt Chemnitz“, später Lichtspielhaus und Kino, diente als Möbellager und Mitte der 80er Jahre als Diskobar. Darauf folgte die Rückübertragung und ein jahrelanger Leerstand.

2012 begannen die Überlegungen zur Neunutzung. Nach einer Machbarkeitsstudie, einem Architektenwettbewerb und Planungsvorlauf gab es im Dezember 2019 den Zuwendungsbescheid. Die geplanten Gesamtkosten betrugen, laut Oberbürgermeister, 6,7 Millionen Euro und werden zu 80 Prozent über das EFRE- Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ und zu 10 Prozent über die Stadtumbau Ost Förderung finanziert. Eine weitere Förderung aus demselben Programm gibt es für die Außenanlagen in Höhe von 380.00 Euro.

Inzwischen sind die Gesamtkosten jedoch um 750.000 Euro gestiegen. Die Kostensteigerung sieht der Oberbürgermeister vor allem in der Coronapandemie begründet. Diese habe zu Lieferschwierigkeiten, Materialengpässen und so zu Verschiebungen im Zeitablauf geführt.

Das habe sich auch auf die Preise ausgewirkt. Die geplante Fertigstellung bis Ende dieses Jahres verschiebt sich,
aus den genannten Gründen, bis Mitte nächsten Jahres.
Die Rohbauarbeiten sind inzwischen fast beendet. Laut dem Stadtoberhaupt sind 35 Gewerke mit den folgenden Arbeiten beauftragt worden. Der Zeitplan für die Fertigstellung spätestens im Juni ist eng und muss klappen, appellierte der OB.
Dann läuft die Förderperiode des EFRE- Programms aus.

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