Pressemitteilung des Landratsamtes Mittelsachsen (19. November 2021)

Corona-Lage 19. November 2021

 Ab Sonntag Allgemeinverfügung zur Quarantäne

Das mittelsächsische Gesundheitsamt registrierte erneut 456 Fälle und damit mehr als 1 700 positive Befunde seit Montag. Zudem sind zwei weitere Todesfälle zu vermelden. Die Inzidenz liegt laut dem Robert-Koch-Institut heute im Landkreis bei 637,5. In Sachsen gilt seit heute die sogenannte Überlastungsstufe, weil drei Tage hintereinander mehr als 1 300 Personen auf Normalstationen in Klinken im Freistaat behandelt werden. Das heißt unter anderem: Für Innengastronomie, die Teilnahme an Veranstaltungen (im Innenbereich), Sport im Innenbereich, die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (zum Beispiel Friseur), den Zugang zu Hallenbädern oder die Teilnahme an touristischen Bahn- und Busfahrten muss dann ein Impf- oder Genesenennachweis vorgelegt werden. Private Zusammenkünfte sind in der Überlastungsstufe auf Angehörige des eigenen Hausstandes und auf eine weitere Person begrenzt. Geimpfte, Genesene sowie Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres müssen bei der Zählung nicht berücksichtigt werden. Versammlungen sind ausschließlich ortsfest zulässig und auf eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen begrenzt.

Vom Sächsischen Kultusministerium wurden für zwölf Schulen teilweise sowie für neun Einrichtungen komplette Schließungen per Allgemeinverfügung angeordnet. Aktuelle Infektions- und Quarantänezahlen von Schülern und Lehrkräften sind hier abrufbar.

Neue Allgemeinverfügung für die Quarantäne

Im Landkreis Mittelsachsen tritt am Sonntag eine neue Allgemeinverfügung zum Umgang mit der Quarantäne in Kraft. Grundlage bildet ein Erlass des Freistaates. Demnach müssen sich Personen, die einen positiven PCR-Test haben (Quellfall genannt), sich nicht mehr beim Gesundheitsamt melden. Umgekehrt meldet sich das Gesundheitsamt auch nicht in jedem Fall bei den Betroffenen. Auf jeden Fall gibt es für eine positiv getestete Person eine Quarantänebescheinigung, sie muss dann auch die Kontaktpersonen im häuslichen Umfeld informieren. Ausgenommen sind genesene und geimpfte Kontaktpersonen. Positiv getestete geimpfte Personen ohne Symptome können sich nach dem fünften Tag mit einem negativen PCR-Test freitesten oder nach sieben Tagen mit einem negativen Schnelltest – die Bescheinigungen müssen auf Verlangen dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Wichtig: Die neue Regelungen gilt nur für Betroffene, die ab Sonntag ein positives Ergebnis erhalten, sonst gilt die derzeitige Regelung.

Im Einzelnen gilt ab Sonntag, dass die positiv getesteten Personen eigenverantwortlich und ohne Anordnung durch die Behörde verpflichtet sind,

•    sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses abzusondern.
•    im Falle der Testung mit einem Antigenschnelltest, einen PCR-Test durchführen zu lassen.
•    ihren Hausstandsangehörigen ihr positives Testergebnis mitzuteilen und sie darüber zu informieren, dass sie sich ebenfalls eigenverantwortlich und ohne Anordnung durch die Behörde absondern müssen.
•    ggf. weitere enge Kontaktpersonen über ihr positives Testergebnis und die Empfehlung zur Testung nach dem 4. oder 5. Tag des letzten Kontaktes zu informieren.
•    auf Verlangen das Gesundheitsamt über ihre Hausstandsangehörigen und ggf. weitere enge Kontaktpersonen zu informieren.

Personen, welche die Corona-Warn-App heruntergeladen haben, wird dringend empfohlen, das positive Testergebnis zu teilen.

Die Informationen zur Absonderung werden vom Gesundheitsamt ab sofort grundlegend nur an den Quellfall verschickt. Das hat zur Folge, dass die Information an die jeweiligen Hausstandsangehörigen durch den Quellfall und nicht durch die Behörde erfolgt. Das Schreiben an den Quellfall dient jedem Hausstandsangehörigen zugleich als Nachweis, z.B. gegenüber dem Arbeitgeber oder der Schule.

Ausgenommen von der Pflicht zur Absonderung sind:

·         Hausstandsangehörige, die seit dem Zeitpunkt der Testung bzw. ab Auftreten der ersten typischen Symptome des Quellfalls sowie in den zwei Tagen vor diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zu dieser Person hatten und ihrerseits keine typischen Symptome aufweisen.

·         Zum Zeitpunkt des Kontaktes vollständig geimpfte oder genesene Personen, die symptomfrei sind.

Der Nachweis der Impfung bzw. Genesung ist auf Verlangen durch die zuständige Behörde vorzuzeigen. Die Allgemeinverfügung ist hier veröffentlicht.

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